Heldenplatz (Wien) (1)

Aus Baugeschichte

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48° 12' 20.08" N, 16° 21' 53.10" E


Neue Burg, Nationalbibliothek (heutiger Lesesaal)

Die Neue Burg ist das wichtigste Monumentalbauensemble des strengen Historismus. Es schließt an den 1802-1806 von Louis Montoyer erbauten Festsaaltrakt an und war Teil der Kaiserforum (Wien)-Kaiserforumsplanungen von Gottfried Semper-Semper und Carl von Hasenauer-Hasenauer, wobei der 1879 begonnene Bau erst nach dem Ersten Weltkrieg zum Abschluss gebracht werden konnte. Es ist ein geschwungener konkaver Baukörper, der zum Ring hin in das Corps de Logis übergeht. Die bossierte Sockelzone weist vergitterte Rundbogenfenster und zwanzig bemerkenswerte Statuen auf, die Gestalten aus der Geschichte Österreichs darstellen. Die Oberzone ist hinter einer Kolonnade aus gedoppelten korinthischen Säulen zurückgesetzt. Der Mittelrisalit weist einen Balkon oberhalb des hervortretenden Portals auf, oberhalb davon befindet sich eine von Doppelsäulen flankierte Rundbogennische. Die Gartenseite ist gerade, weist einen der Hauptfassade entsprechenden Mittelrisaliten auf und ist im Obergeschoß durch korinthische Riesenpilaster gegliedert. Die Prunkstiege im Inneren ist nicht nur für ihre Gestaltung sondern auch für ihre Komplexität bedeutsam. Der heutige Lesesaal der Nationalbibliothek stammt von W. Jaksch aus den Jahren 1962-1966.


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