Mariatroster Straße 136
Aus Baugeschichte
Österreich » Steiermark » Graz » 8042
47° 5' 53.99" N, 15° 28' 12.40" E
Ehem. Drahtstiftenfabrik Grazer-Künne
Das sich heute als villenartiges Anwesen präsentierende Komplex war einst die Drahtstiftenfabrik des Herrn Michael Grazer (auch Gratzer), die Ende des Jahres 1857 in Betrieb gegangen war; sie folgte damit der Drahtstiftenfabrik des Herrn Andrieu in der heutigen Fabriksgasse 17; die Drahtstiftenmaschine des Herrn Leopold Gottsbacher war damals ausser Betrieb. Den dazu notwendigen Grund beiderseits des Mariatrosterbaches hatte Gratzer 1855 von Sebastian Windisch, vulgo Knödl, erkauft, siehe Mariatroster Straße 132. Die gewölbte Nagelschmied-Werkstätte wurde unter einem ebenerdigen Wohngebäude errichtet, ein Wasserkanal führte dem oberschlächtigen Wasserrade die Antriebsenergie zu. Das Wasser wurde rund 150 m bachaufwärts durch eine Schwellwehr gestaut und durch eine Rinne bis zur Radstube der Nagelschmiede geführt.
Kommentare
Das Gebäude war schon bei der Verfassung dieses Artikels in schlechtem Zustand und verfiel weitert. Im Juli 2025 begann man mit dem Abriss, wie einer unserer aufmerksamsten Beobachter meldet. Laukhardt (Diskussion) 19:12, 21. Jul. 2025 (CEST)
Ein erster Lokalaugenschein am 28.7.1025 ergibt, dass die Hauptfassaden mit dem spitzen Giebel nicht abgerissen, sondern gestützt ist. Dahinter wird neu gebaut.
Am 24.11.2025 zeigt sich ein anderes Bild: es ist nur mehr das Erdgeschoß im alten Mauerwerk zu sehen. Laukhardt (Diskussion) 15:18, 24. Nov. 2025 (CET)