Krottendorfer Straße 81: Unterschied zwischen den Versionen
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|Textabschnittstitel=Ehem. Sanatorium Schweizerhof | |Textabschnittstitel=Ehem. Sanatorium Schweizerhof | ||
|Textabschnitt=Der Nervenarzt Dr. Ignaz von Scarpatetti zu Unterwegen, 1866 in Glarus | |Textabschnitt=Der Nervenarzt Dr. Ignaz von Scarpatetti zu Unterwegen, 1866 in Glurns, Südtirol (nicht in Glarus, Schweiz, wie das Stadtlexikon 2003 meint) geboren, kam 1896 an die Grazer Anstalt Feldhof. Seit 1900 Primararzt, publizierte er hier mehrere richtungweisende Abhandlungen, auch über das Irrenwesen. Ab dem Jahr 1902 betrieb Scarpatetti in Graz-Wetzelsdorf das Privatsanatorium Schweizerhof in der Krottendorfer Straße. Im Jahr 1908 erwarb er das benachbarte Gasthaus Gleichweit und baute es unter dem Namen Villa Dora – später „Westend" ebenfalls zum Sanatorium um. Das Areal des Sanatoriums erstreckte sich über große Flächen, wie die untenstehende Skizze zeigt. Schöne Gartenanlagen luden zur Erholung ein; die heute im Stadtpark nahe des Schillerdenkmals stehende "Flora" aus dem 4. Viertel des 17. Jhs kam von dort. Im Jahr 1913 erwarb Scarpatetti das Schloss Plankenwart und hatte hohe Funktionen in der Gemeindevertretung der damals noch selbständigen Gemeinde Eggenberg inne. Scarpatetti verstarb im Jahr 1922 auf Schloss Plankenwarth. Nach ihm ist die Dr.-Ignaz-Scarpatetti-d | ||
(Nach: Lexikon Graz, 2003) | Straße im XV. Bezirk benannt. | ||
Scarpatettis Witwe schloss das Sanatorium am 15. Oktober 1926, das von der Gesellschaft Veritas in Freiburg erworben wurde und in eine Knaben-Erziehungsanstalt umgewandelt werden sollte. Der Verein vermietet 1931 die Räume an den Grazer Dominikanerkonvent zur Heranbildung des Ordensnachwuchses. 1938 ließen die Dominikaner das "Albertinum" genannte Juvanat auf und überließen es der Wiener "Caritas socialis", welche darin ein Altersheim für rund 40 Personen einrichtete. 1949 räumten die Dominikaner das Kaufrecht der Steiermärkischen Raiffeisenzentralkasse ein, weil sie ihre Mittel für den Neubau der von Bomben zerstörten Münzgrabenkirche aufwenden wollten. Danach kam es zur Vermietung, später zum Kauf durch die Kammer für Land- und Fortwirtschaft zum Zweck der Einrichtung eines Bildungsheimes. | |||
(Nach: Geschichtswerkstatt Wetzelsdorf 1997; Lexikon Graz, 2003) | |||
Das ehemalige Sanatorium war jahrzehntelang als Raiffeisenhof bekannt und ist noch heute als "Steiermarkhof" eine wichtige Bildungsstätte. Das historische Gebäude wurde sukzessive von mehr oder weniger gesichslosen Neubauten umgeben. | Das ehemalige Sanatorium war jahrzehntelang als Raiffeisenhof bekannt und ist noch heute als "Steiermarkhof" eine wichtige Bildungsstätte. Das historische Gebäude wurde sukzessive von mehr oder weniger gesichslosen Neubauten umgeben. | ||
Version vom 8. März 2022, 15:30 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8020
Route:Wetzelsdorf
47° 2' 57.52" N, 15° 23' 26.02" E
Ehem. Sanatorium Schweizerhof
Straße im XV. Bezirk benannt. Scarpatettis Witwe schloss das Sanatorium am 15. Oktober 1926, das von der Gesellschaft Veritas in Freiburg erworben wurde und in eine Knaben-Erziehungsanstalt umgewandelt werden sollte. Der Verein vermietet 1931 die Räume an den Grazer Dominikanerkonvent zur Heranbildung des Ordensnachwuchses. 1938 ließen die Dominikaner das "Albertinum" genannte Juvanat auf und überließen es der Wiener "Caritas socialis", welche darin ein Altersheim für rund 40 Personen einrichtete. 1949 räumten die Dominikaner das Kaufrecht der Steiermärkischen Raiffeisenzentralkasse ein, weil sie ihre Mittel für den Neubau der von Bomben zerstörten Münzgrabenkirche aufwenden wollten. Danach kam es zur Vermietung, später zum Kauf durch die Kammer für Land- und Fortwirtschaft zum Zweck der Einrichtung eines Bildungsheimes. (Nach: Geschichtswerkstatt Wetzelsdorf 1997; Lexikon Graz, 2003)
Das ehemalige Sanatorium war jahrzehntelang als Raiffeisenhof bekannt und ist noch heute als "Steiermarkhof" eine wichtige Bildungsstätte. Das historische Gebäude wurde sukzessive von mehr oder weniger gesichslosen Neubauten umgeben.