Wagnesweg 7b: Unterschied zwischen den Versionen
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|Bildbeschreibung7=Der Mühlkanal im Gelände | |||
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Version vom 21. Juli 2021, 19:07 Uhr
Österreich » Steiemark » Graz » 8042
47° 5' 55.64" N, 15° 28' 37.85" E
Ehem. Rettenbach-Mühle von 1403
An der Straßenseite gegenüber dem ehemaligen Hans-Mauracher-Museum, Nr. 29, sind heute noch Mauerreste des Mühlganges zu sehen. Dieser künstliche Wasserlauf ist im Gelände noch erkennbar, längst aber aufgefüllt. Auf einer GIS-Karte kann man aber noch erkennen, dass er rund 600 m weiter aufwärts bei der Teichhofstraße vom Mariatrosterbach abzweigte. Die Mühle wurde bei Bedarf auch von einem heute noch vorhandenen, allerdings jetzt verkleinerten Mühlteich versorgt, der später auch als Löschteich diente. Dieser Teich, sowie auch der Teich in der Kern-Haus-Siedlung wurde aus einem Gerinne gespeist, welches im Raum Häuserl im Wald entspringt.
Am Gebäude der Rettenbach-Mühle war der Radkasten der Mühle vor einigen Jahrzehnten noch erhalten, der Einlauf ist noch gut lokalisierbar.
(u.a. nach Karl Niederl, Mariatroster Bote, Juli 1991, 19)
Dass der Komplex der historischen Rettenbachmühle bewahrt wurde, ist zwei Männern zu verdanken, die das Objekt 2006 kauften und es verstanden, Fördermitteln (umfassende Sanierung) richtig einzusetzen. Das Gebäude war sehr heruntergekommen und von Gutachtern nur mehr als Abbruch gesehen und ständig von Überflutungen bedroht. Trotz seines schlechten Zustandes strahlte das Objekt einen gewissen Charme aus, und so wurde entgegen dem Rat vieler die technische und finanzielle Herausforderung der Sanierung angenommen. Die eingerichteten Wohnungen strahlen den Charme alter Bauten auf, so sind z.B. noch alte Holzbalkendecken saniert zu bewundern.
Einige Jahre nach der Revitalisierung der Mühle wurde auch die von Bildhauer Hans Mauracher 1946 geschaffene Madonna an der Straße restauriert; sie war als Dank für den Abzug der russischen Besatzer im Juli 1945 gedacht.