Sackstraße 10: Unterschied zwischen den Versionen
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|Textabschnitt=Viergeschossiges Spätrenaissance-Bürgerhaus mit zweigeschossigem Überhang, Erker und Schopfwalmgiebel. Der Gebäudekomplex stammt im Kern aus dem Ende des 15., Anfang des 16. Jhs. 1598 ist ein Streit des Brauers Hans Gräsl (die Brauerei lag dort, wo heute der ATG seine Halle hat) mit seinem Nachbarn Siegmund Kleindienst in der Sackstraße 12 überliefert. 1627 wurde die Anlage unter Einschluss der älterer Bausubstanz erneuert. Schon 1674 wird hier ein „Pierbrey“ genannt, 1738 heißt es das Bier-Jaklische Haus, auch vulgo Bierjagl (Bierjakl). | |Textabschnitt=Viergeschossiges Spätrenaissance-Bürgerhaus mit zweigeschossigem Überhang, Erker und Schopfwalmgiebel. Der Gebäudekomplex stammt im Kern aus dem Ende des 15., Anfang des 16. Jhs. 1598 ist ein Streit des Brauers Hans Gräsl (die Brauerei lag dort, wo heute der ATG seine Halle hat) mit seinem Nachbarn Siegmund Kleindienst in der Sackstraße 12 überliefert. 1627 wurde die Anlage unter Einschluss der älterer Bausubstanz erneuert. Schon 1674 wird hier ein „Pierbrey“ genannt, 1738 heißt es das Bier-Jaklische Haus, auch vulgo Bierjagl (Bierjakl). | ||
Im Inneren großteils die ursprüngliche Baustruktur mit Mittelsäulen und Arkadenfenstern in den Vorhallen erhalten. Die hofseitige Treppenanlage mit integriertem Dreifaltigkeits-Relief (um 1615/40) wurde Ende des 18.Jhs | Im Inneren großteils die ursprüngliche Baustruktur mit Mittelsäulen und Arkadenfenstern in den Vorhallen erhalten. Die hofseitige Treppenanlage mit integriertem Dreifaltigkeits-Relief (um 1615/40) wurde Ende des 18.Jhs angebaut. An der Rückseite tiefe, bis zum Schloßbergfelsen reichende Hofparzelle mit im Kern mittelalterlichen Flügelbauten, die im 16./17.Jh. umgebaut wurden. | ||
Die zweigeschossigen Arkaden des nördlichen Flügels mit ihren gedrungenen Säulen | Die zweigeschossigen Arkaden des nördlichen Flügels sind mit ihren gedrungenen Säulen Ende des 16. Jhs [lt. Boswell: 2. V. 17. Jhs] entstanden und wurden zusammen mit den Sgraffiti 1994 wieder freigelegt (drei Bögen blieben vermauert, die dahinter Wohnräume liegen). Es sind 8 Säulen im ersten und 6 Säulen im zweiten Obergeschoß, jeweils eine weitere Säulen bildet zwei Bögen im Stiegenhaus im Westtrakt. Sehenswert sind auch die Kragsteine im Erdgeschoß. | ||
Das am weitesten östlich gelegene Gewölbe im Erdgeschoß könnte | Das am weitesten östlich gelegene Gewölbe im Erdgeschoß könnte vielleicht einmal einen Durchgang zum Krebsenkellerhof hergestellt haben; die Vision "Altstadt-Labyrinth" sieht hier im Sinne des "Masterplanes Weltkulturerbe" eine neuerliche Verbindung vor. | ||
Das Hinterhofgebäude (Nr.10a), im Kern ein ehem. Brauereigebäude (Schreiner), wurde 1865 von Carl Aichinger als Turngebäude umgebaut, die Fassaden 1960, der Turnsaal 1994 erneuert. | Das Hinterhofgebäude (Nr.10a), im Kern ein ehem. Brauereigebäude (Schreiner), wurde 1865 von Carl Aichinger als Turngebäude umgebaut, die Fassaden 1960, der Turnsaal 1994 erneuert. | ||
Version vom 13. Januar 2024, 19:06 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8010
47° 4' 19.63" N, 15° 26' 14.93" E
"Bierjaklhof", Bürgerhaus mit Erker und Arkadenhof
Im Inneren großteils die ursprüngliche Baustruktur mit Mittelsäulen und Arkadenfenstern in den Vorhallen erhalten. Die hofseitige Treppenanlage mit integriertem Dreifaltigkeits-Relief (um 1615/40) wurde Ende des 18.Jhs angebaut. An der Rückseite tiefe, bis zum Schloßbergfelsen reichende Hofparzelle mit im Kern mittelalterlichen Flügelbauten, die im 16./17.Jh. umgebaut wurden.
Die zweigeschossigen Arkaden des nördlichen Flügels sind mit ihren gedrungenen Säulen Ende des 16. Jhs [lt. Boswell: 2. V. 17. Jhs] entstanden und wurden zusammen mit den Sgraffiti 1994 wieder freigelegt (drei Bögen blieben vermauert, die dahinter Wohnräume liegen). Es sind 8 Säulen im ersten und 6 Säulen im zweiten Obergeschoß, jeweils eine weitere Säulen bildet zwei Bögen im Stiegenhaus im Westtrakt. Sehenswert sind auch die Kragsteine im Erdgeschoß.
Das am weitesten östlich gelegene Gewölbe im Erdgeschoß könnte vielleicht einmal einen Durchgang zum Krebsenkellerhof hergestellt haben; die Vision "Altstadt-Labyrinth" sieht hier im Sinne des "Masterplanes Weltkulturerbe" eine neuerliche Verbindung vor.
Das Hinterhofgebäude (Nr.10a), im Kern ein ehem. Brauereigebäude (Schreiner), wurde 1865 von Carl Aichinger als Turngebäude umgebaut, die Fassaden 1960, der Turnsaal 1994 erneuert.