Wagnesweg 7b: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 18: | Zeile 18: | ||
|Textabschnitt=Am 8. September 1855 reichte Michael Gratzer, Nagelschmiedmeister in Geidorf, beim k. k. Bezirksamt Umgebung Graz den genauen Niveau- und Bauplan für eine Drahtstiftenwerkstatt ein, siehe [[Mariatroster Straße 136]]. Die beiden Mühlenbesitzer Georg Sauseng (Rettenbachmühle) und Josef Viellechner (Königsmühle) versuchten, gemeinsam gegen das Projekt des Michael Gratzer vorzugehen. Vor allem beriefen sie sich auf eine Verordnung, welche untersagte, im Umkreis von 1 ½ Meilen einer bestehenden Mühle ein weiteres Wasserwerk errichten zu dürfen. Nach Angabe des Georg Sauseng war seine Mühle im Jahre 1403 erbaut worden und „hat bis in die neuesten Zeiten ungestört das Wasser des Rettenbaches zu dieser Mülle benützet“. (nach Gernot Fournier, "Mariatrost", 74). | |Textabschnitt=Am 8. September 1855 reichte Michael Gratzer, Nagelschmiedmeister in Geidorf, beim k. k. Bezirksamt Umgebung Graz den genauen Niveau- und Bauplan für eine Drahtstiftenwerkstatt ein, siehe [[Mariatroster Straße 136]]. Die beiden Mühlenbesitzer Georg Sauseng (Rettenbachmühle) und Josef Viellechner (Königsmühle) versuchten, gemeinsam gegen das Projekt des Michael Gratzer vorzugehen. Vor allem beriefen sie sich auf eine Verordnung, welche untersagte, im Umkreis von 1 ½ Meilen einer bestehenden Mühle ein weiteres Wasserwerk errichten zu dürfen. Nach Angabe des Georg Sauseng war seine Mühle im Jahre 1403 erbaut worden und „hat bis in die neuesten Zeiten ungestört das Wasser des Rettenbaches zu dieser Mülle benützet“. (nach Gernot Fournier, "Mariatrost", 74). | ||
In der Hans-Mauracher-Straße 31 a, an der | In der Hans-Mauracher-Straße 31 a, an der Straßenseite gegenüber dem ehemaligen Mauracher-Museum, sind heute noch Mauerreste des Mühlganges zu sehen. Heute ist dieser künstliche Wasserlauf teils überbaut, größtenteils aber aufgefüllt, auch mit Abfällen früherer Jahrzehnte. Am Gebäude der Rettenbach-Mühle war der Radkasten der Mühle vor einigen Jahrzehnten noch erhalten. Die Mühle wurde bei Bedarf auch von einem heute noch vorhandenen, allerdings jetzt verkleinerten Mühlteich versorgt, der später auch als Löschteich diente. Dieser Teich, sowie auch der Teich in der Kern-Haus-Siedlung wurde aus einem Gerinne gespeist, welches im Raum Häuserl im Wald entspringt. | ||
(Karl Niederl, Mariatroster Bote, Juli 1991, 19) | (Karl Niederl, Mariatroster Bote, Juli 1991, 19) | ||
Dass der Komplex der historischen Rettenbachmühle bewahrt wurde, ist zwei Männern zu verdanken, die es verstanden, Mittel der Althausförderung richtig einzusetzen. Das Gebäude war sehr heruntergekommen und es drohte ein Abriss. | |||
|Bildname1=Rettenbahmühle.jpg | |Bildname1=Rettenbahmühle.jpg | ||
|Bildbeschreibung1=Der restaurierte Komplex | |Bildbeschreibung1=Der restaurierte Komplex | ||
|Aufnahmejahr1=2021 | |Aufnahmejahr1=2021 | ||
|Bildname2=Rettenbachmühle, Mühlengebäude.jpg | |Bildname2=Rettenbachmühle, Mühlengebäude.jpg | ||
|Bildbeschreibung2=Der Mühlentrakt | |Bildbeschreibung2=Der ehemalige Mühlentrakt | ||
|Aufnahmejahr2=2021 | |Aufnahmejahr2=2021 | ||
|Bildname3=Mühlkanal.jpg | |Bildname3=Mühlkanal.jpg | ||
Version vom 19. Juli 2021, 21:02 Uhr
Österreich » Steiemark » Graz » 8042
47° 5' 55.64" N, 15° 28' 37.85" E
Ehem. Rettenbach-Mühle von 1403
In der Hans-Mauracher-Straße 31 a, an der Straßenseite gegenüber dem ehemaligen Mauracher-Museum, sind heute noch Mauerreste des Mühlganges zu sehen. Heute ist dieser künstliche Wasserlauf teils überbaut, größtenteils aber aufgefüllt, auch mit Abfällen früherer Jahrzehnte. Am Gebäude der Rettenbach-Mühle war der Radkasten der Mühle vor einigen Jahrzehnten noch erhalten. Die Mühle wurde bei Bedarf auch von einem heute noch vorhandenen, allerdings jetzt verkleinerten Mühlteich versorgt, der später auch als Löschteich diente. Dieser Teich, sowie auch der Teich in der Kern-Haus-Siedlung wurde aus einem Gerinne gespeist, welches im Raum Häuserl im Wald entspringt. (Karl Niederl, Mariatroster Bote, Juli 1991, 19)
Dass der Komplex der historischen Rettenbachmühle bewahrt wurde, ist zwei Männern zu verdanken, die es verstanden, Mittel der Althausförderung richtig einzusetzen. Das Gebäude war sehr heruntergekommen und es drohte ein Abriss.