Karlauer Straße 14: Unterschied zwischen den Versionen

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|Textabschnitt=Im Mittelalter stand hier vermutlich der Tobelhof zu Obertobel, ein Besitz des Stiftes St. Lambrecht. Dieses übertrug 1506 seinen "Hof in der Nebelau" dem Bürger M. Harrer im Tauschweg. Beim Hof befanden sich ein vom nahen Mühlgang getriebenes Hammerwerk und eine Mühle, wohl die spätere Kostenbaummühle. Der Besitz wechselte häufig. 1596 wird als Besitzer der Kammerrat Peter Kuglmann genannt, 1606 Erzherzog Ferdinand. Der Sohn von Erzherzog Karl II., des Erbauers des Jagdschlosses in der Karlau, errichtete hier einen Falkenstadl; als er, zum Kaiser gewählt, seinen Hof 1619 nach Wien verlegte, blieb der Falkenhof bestehen. Der "Hofkriegsrat und oberste Erblandfalkenmeister in Steyr", Wolf Max Freiherr von Eibiswald (gestorben 1674 im Alter von nur 26 Jahren als Letzter seines Stammes) und seine Gattin, Sidonia Eleonora, geb. Gräfin von Herberstein, bauten den Hof um, davon zeugte ein in der Mitte der Köstenbaumgasse gelegenes schönes Rustika-Portal von 1669 mit den Wappen der Eheleute. Nach 1820 nutzte die Anlage das k. u. k. Beschäldepartement, in der 1. Republik das Staatshengstedepot, 1938 wurde hier eine Polizeikaserne eingerichtet.
|Textabschnitt=Im Mittelalter stand hier vermutlich der Tobelhof zu Obertobel, ein Besitz des Stiftes St. Lambrecht. Dieses übertrug 1506 seinen "Hof in der Nebelau" dem Bürger M. Harrer im Tauschweg. Beim Hof befanden sich ein vom nahen Mühlgang getriebenes Hammerwerk und eine Mühle, wohl die spätere Kostenbaummühle. Der Besitz wechselte häufig. 1596 wird als Besitzer der Kammerrat Peter Kuglmann genannt, 1606 Erzherzog Ferdinand. Der Sohn von Erzherzog Karl II., des Erbauers des Jagdschlosses in der Karlau, errichtete hier einen Falkenstadl; als er, zum Kaiser gewählt, seinen Hof 1619 nach Wien verlegte, blieb der Falkenhof bestehen. Der "Hofkriegsrat und oberste Erblandfalkenmeister in Steyr", Wolf Max Freiherr von Eibiswald (gestorben 1674 im Alter von nur 26 Jahren als Letzter seines Stammes) und seine Gattin, Sidonia Eleonora, geb. Gräfin von Herberstein, bauten den Hof um, davon zeugte ein in der Mitte der Köstenbaumgasse gelegenes schönes Rustika-Portal von 1669 mit den Wappen der Eheleute. 1693 fiel der Besitz an Graf Schönborn auf Arnfels. 1820 war der Müllermeister V. Gottinger im Besitz von Hof und Garten. Er verkaufte 1820 die Anlage an das k. u. k. Beschäldepartement (in der 1. Republik das Staatshengstedepot=, 1938 wurde hier eine Polizeikaserne eingerichtet.
Die Hauptgebäude wurden im 2. Weltkrieg schwer beschädigt und mussten 1951 samt dem oben genannten Tor abgebrochen werden. Bestehen blieben zwei lange Stalltrakte beiderseits einer Sportanlage. Im Zuge des Neubaus der Polizeidirektion wurden vor einigen Jahren die letzten Reste abgetragen.
Die Hauptgebäude wurden im 2. Weltkrieg schwer beschädigt und mussten 1951 samt dem oben genannten Tor abgebrochen werden. Bestehen blieben zwei lange Stalltrakte beiderseits einer Sportanlage. Im Zuge des Neubaus der Polizeidirektion wurden vor einigen Jahren die letzten Reste abgetragen.
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[[Kategorie: Geschichte]][[Kategorie: Schutzkataster Gries]]
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Version vom 8. März 2016, 23:54 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8010



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47° 3' 45.18" N, 15° 25' 49.85" E


Polizeidirektion

Im Mittelalter stand hier vermutlich der Tobelhof zu Obertobel, ein Besitz des Stiftes St. Lambrecht. Dieses übertrug 1506 seinen "Hof in der Nebelau" dem Bürger M. Harrer im Tauschweg. Beim Hof befanden sich ein vom nahen Mühlgang getriebenes Hammerwerk und eine Mühle, wohl die spätere Kostenbaummühle. Der Besitz wechselte häufig. 1596 wird als Besitzer der Kammerrat Peter Kuglmann genannt, 1606 Erzherzog Ferdinand. Der Sohn von Erzherzog Karl II., des Erbauers des Jagdschlosses in der Karlau, errichtete hier einen Falkenstadl; als er, zum Kaiser gewählt, seinen Hof 1619 nach Wien verlegte, blieb der Falkenhof bestehen. Der "Hofkriegsrat und oberste Erblandfalkenmeister in Steyr", Wolf Max Freiherr von Eibiswald (gestorben 1674 im Alter von nur 26 Jahren als Letzter seines Stammes) und seine Gattin, Sidonia Eleonora, geb. Gräfin von Herberstein, bauten den Hof um, davon zeugte ein in der Mitte der Köstenbaumgasse gelegenes schönes Rustika-Portal von 1669 mit den Wappen der Eheleute. 1693 fiel der Besitz an Graf Schönborn auf Arnfels. 1820 war der Müllermeister V. Gottinger im Besitz von Hof und Garten. Er verkaufte 1820 die Anlage an das k. u. k. Beschäldepartement (in der 1. Republik das Staatshengstedepot=, 1938 wurde hier eine Polizeikaserne eingerichtet. Die Hauptgebäude wurden im 2. Weltkrieg schwer beschädigt und mussten 1951 samt dem oben genannten Tor abgebrochen werden. Bestehen blieben zwei lange Stalltrakte beiderseits einer Sportanlage. Im Zuge des Neubaus der Polizeidirektion wurden vor einigen Jahren die letzten Reste abgetragen.

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