Paulustorgasse 15

Aus Baugeschichte

Österreich » Steiermark » Graz » 8010



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47° 4' 32.23" N, 15° 26' 22.70" E


Ehem. Palmburg

Erhöht auf einem Plateau am Schloßbergfuß liegende, mächtige Vierflügelanlage mit Risaliten und Innenhof. 1578/83 mit Erlaubnis von Erzherzog Karl II. als zweigeschossiges, burgähnliches Gebäude mit Ecktürmen als Ansitz vom Hofkriegsrat Franz von Poppendorf errichtet, aber nicht vollendet. Das Grundstück lag zur Bauzeit noch außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer. Poppendorfs Witwe Margaretha verkaufte es am 18. Juni 1583 an den Hofvizekanzler Wolfgang Schrantz, der den Ansitz fertigstellte und erweiterte („Schrantzenegg“). 1601 war der Lavanttaler Bischof Georg Stobäus von Palmburg, zwischen 1596 und 1609 Statthalter der Steiermark (oder Innerösterreichs), Besitzer der unter ihrem heutigen Namen bekannten Palmburg. Der Neffe und Erbe des Bischofs, Martin von Palmburg, verkaufte das Anwesen im Jahr 1619 an den Freiherren Balthasar von Thannhausen. Kurz darauf kam der Komplex durch die Stadterweiterung und dem Bau der neuen Stadtmauer im neuen Stadtgebiet zu liegen. Ab 1792 befand sich die Palmburg im Besitz der Grafen von Saurau. Corbinian von Saurau ließ sie 1732 aufstocken und durch die Errichtung von Nebengebäuden abermals erweitern. Der Graf war auch für die Errichtung der Auffahrtsrampe und für die Barockisierung der Gartenabschlusswand verantwortlich. Die Palmburg blieb bis 1804 im Besitz der Familie Saurau und wurde ab 1796 als Militärspital genutzt. Von 1804 bis 1826 war der Brauer Karl Röckenzaun (siehe Brückenkopfgasse 7 Besitzer und dann der Staat, der hier Abteilungen des Allgemeinen Krankenhauses Paulustorgasse 8 wie eine Gebärklinik einrichtete. 1912 übersiedelten diese Anstalten in das neue LKH Graz. Seither ist hier das Amtsgebäude des Bezirksgerichts für Strafsachen eingerichtet, 1972 Neubau des Westflügels.

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