Hans-Resel-Gasse 23
Österreich » Steiermark » Graz » 8020
47° 4' 25.81" N, 15° 25' 24.16" E
Ehem. Zuckerl-Fabrik Englhofer
Das Wohnhaus wurde 1863 für Franz Englhofer als Spätbiedermeierhaus mit reichem Fassandenschmuck erbaut. An das Gebäude schließt im Norden eine 1932 errichtete Wegkapelle an. Die lebensgroße Christusfigur aus 1816 stammt von der Kreuzsäule vor dem Weißeneggerhof (Esperantoplatz 1). Das Verwaltungsgebäude der ehem. Kaffeesurrogatfabrik Franz S. Englhofer ist ebenfalls ein spätbiedermeierlicher Bau von 1865-1870. 1903 wurde norrdseits eine Achse mit pittoreskem Flacherker angefügt. Die den Hof schließenden Werksgebäude aus der Mitte des 19. Jhs (siehe Plan) sind nur an der Südseite, umgebaut, noch erhalten. Die Firma Englhofer wurde 1851 von Franz Sales Englhofer in Graz als ein Handelsgeschäft für Kaffee gegründet. 1909 wurde daraus die „Zuckerlfabrik Englhofer“ mit der er bekannnt wurde. Die F. S. Englhofer Zuckerwarenfabrik KG, später F. S. Englhofer Zuckerwaren GesmbH, wurde Marktführer auf dem österreichischen Bonbonmarkt. Bis 1997 wurden unter der Führung von Otto Englhofer 5000t Zuckerl jährlich am Produktionsstandort in Graz hergestellt. 1997 wurde das Familienunternehmen hauptsächlich wegen Nachfolgeproblemen und wegen der Krise der Süßwarenindustrie nach dem EU-Beitritt verkauft. Der Betrieb ging in den Nestle-Konzern über. Nestle verkaufte 2000 Englhofer an den Storck-Konzern. In den Supermärkten gibt es nach wie vor die ehemaligen Englhofer-Marken Firn, Wiener Zuckerl und Eiszapfen zu kaufen.
Stadtgeschichtlich ist der Bauplatz mit dem 1709 genannten Admonter Garten in Verbindung zu bringen.