Wiener Straße 182
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Ehemalige Jesuitenmühle
Die Grazer Mühlgänge waren schon seit dem Mittelalter wichtige Energiequellen für Mühlen. Beginnen wir mit unserem Rundgang am rechtsseitigen Mühlgang, dem ‚eltisten Müllgang‘, an dem schon im 15. Jh. innerhalb des alten Stadtgebietes mindestens vier Mühlen standen, so begegnen wir, von Norden nach Süden gehend, zunächst der Hochaumühle oder Aumühle. 1461 in der ‚hochen Aw‘ erbaut, ging sie 1604 in den Besitz der Jesuiten über und wurde nach Auflösung des Ordens (1773) vom Staate mit einer Brettersäge an Jakob Rusterholzer verkauft. Ab 1870 sprach man von der Ebenwallnermühle. Sie blieb bis 1897, in welchem Jahre sie durch Brand zerstört wurde, als Mahlmühle in Betrieb. An ihrer Stelle stand 1951 ein evangelisches Diakonissenhaus, heute befindet sich hier eine Tankstelle und die Firma Reifen Ruhdorfer.
Interessant auf der Riedkarte des franziszeischen Katasters: beiderseits des Mühl Baches sind in den Gebäuden 187 und 188 jeweils drei Mühlräder eingezeichnet, östlich des Mühlgangs wird ein eingezäunter Bereich als „Hetzplatz“ bezeichnet, von dem uns die Geschichtsschreibung nichts berichtet.