Stiftingtalstraße 57
Aus Baugeschichte
Österreich » Steiermark » Graz » 8010
47° 5' 6.45" N, 15° 28' 14.84" E
Ehem. Friedl-Hube
Zur Friedlhube soll zu Beginn des 17. Jhs. zunächst eine Mühle, später eine Schmiede des Deutschen Ritterordens gehört haben, sagt eine Tafel beim Eingang. Das gut erhaltene Gebäude ist mit seinem steilen Schopfwalmdach ein typischer Bau des 17. Jahrhunderts. Bei Restaurierungsarbeit wurden 1986 in einem ebenerdigen Raum eine alte Esse freigelegt, in dem sich Schmiedehämmer, ein Amboss und anderes Schmiedehandwerk befanden.
Der Name Fridl taucht im Maria-Theresianischen-Kataster erstmals auf: 1750 besitzt Philipp Wagner mit Theresia seiner Ehewirthin eine behauste Huben nach Ableben seines Vatters Hannßen Fridl um 420 Gulden. Item ein Berggütl, Acker und Waldl um 75 Gulden , wofür er der Herrschaft Kommende Leech zinsen mußte. Mit Berggütl ist ein Weingarten gemeint. Die zugehörige Mühle wird am Stiftingbach gestanden haben - Annemarie Reiter vermutete als spätere "Josefs-Mühle" bei der heutigen Hausnummer 86.
Kommentare
Mitte Mai 2019 erreicht uns die Nachricht, dass für das alte Anwesen bereits ein Abbruch-Bescheid erlassen wurde, nachdem das Denkmalamt keine Schutzwürdigkeit erkannte. Dem Vernehmen nach soll auch die im selben Besitz stehende schmucke Villa Stiftingtalstraße 65 davon betroffen sein. Laukhardt (Diskussion) 15:15, 17. Mai 2019 (CEST)
Im November 2020 wird durch die Bauverhandlung das Schicksal des historischen Gebäudes besiegelt. Es hat sich kein Interessent gefunden, der das Haus kaufen und sanieren will. Laukhardt (Diskussion) 15:43, 15. Nov. 2020 (CET)
Am 3. März 2021 beginnt der Abbruch. Soweit zu erfahren war, soll die Villa zu Wohnungen umgebaut werden, an der Stelle des historischen Gebäudes wird ein Wohnblock kommen. Laukhardt (Diskussion) 16:27, 5. Mär. 2021 (CET)