Landhausgasse 16: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Baugeschichte

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|Textabschnitt=Da eine Erweiterung der Sparkasse in ihrem eigenen Baublock wegen der eingemieteten Firma Ferch nicht möglich war, musste man einen Neubau ins Auge fassen. Durch Kauf der Richtung Andreas-Hofer-Platz angrenzenden Grundstücke wurde das möglich; die 1969 abgerissenen Vorgängerbauten waren: der Stainzerhof, ehem. Stainzerhofgasse 2 und 4, und das "Dreigiebelhaus", Andreas-Hofer-Platz 11 bzw. vorher Neutorgasse 41. Gebaut wurde - auch zur Förderung des steirischen Stahlbaus - ein sechsgeschossiger Stahlbetonbau mit vorgehängter Alu-Fassade, 1970/75 nach Entwurf von Karl Lebwohl realisiert. Im Jahr 2007 wurde die Fassade mit vorgehängten Platten verschönt.
|Textabschnitt=Da eine Erweiterung der Sparkasse in ihrem eigenen Baublock wegen der eingemieteten Firma Ferch nicht möglich war, musste man einen Neubau ins Auge fassen. Durch Kauf der Richtung Andreas-Hofer-Platz angrenzenden Grundstücke wurde das möglich; die 1969 abgerissenen Vorgängerbauten waren: der Stainzerhof, ehem. Stainzerhofgasse 2 und 4, und das "Dreigiebelhaus", Andreas-Hofer-Platz 11 bzw. vorher Neutorgasse 41. Gebaut wurde - auch zur Förderung des steirischen Stahlbaus - ein sechsgeschossiger Stahlbetonbau mit vorgehängter Alu-Fassade, 1970/75 nach Entwurf von Karl Lebwohl realisiert. Im Jahr 2007 wurde die Fassade mit vorgehängten Platten verschönt.
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|Textabschnitt=Bis 1969 standen hier der ehemalige Stadthof des Stiftes Stainz, der "Stainzerhof" (Stainzerhofgasse 2 und 4), und das sogenannte "Dreigiebelhaus", zunächst Neutorgasse 41, dann Andreas-Hofer-Platz 11.
|Textabschnitt=Bis 1969 standen hier der ehemalige Stadthof des Stiftes Stainz, der "Stainzerhof" (Stainzerhofgasse 2 und 4), und das sogenannte "Dreigiebelhaus", zunächst Neutorgasse 41, dann Andreas-Hofer-Platz 11. 1938 erscheint im Adreßbuch als Hausbesitzerin Maria Philipp, neben mehreren Familienangehörigen und Mietparteien.
Stainzerhof: 1537–59 Hof im Besitz der HAYMER. 1569 durch Christof Haymer an Erzherzog Karl verkauft, der einen Teil davon dem Bischof von Lavant abtrat (LAVANTERHOF). Den übrigen Teil schenkte Erzherzog Ferdinand 1612 dem Propste von Stainz Jakob Rosolenz (STAINZERHOF). 1638 wurde der Lavanterhof mit diesem wieder vereinigt. 1710 Stainzerhof (näher bezeichnet 1750 als „Stift Stainzerhof, rechts von [den] Franciskanern gegen der Schmiedgassen“). Nach Aufhebung des Stiftes 1782 wurde im Gebäude zunächst ein Warenmagazin eingerichtet, 1790 jedoch der Hof nebst zwei Gärtchen von der k. k. Staatsgüter-Veräußerungs-Kommission dem Ober-Postamts-Offizier Vinzenz v. PILLSTEIN verkauft, der ein zweites Haus (Nr. 427) vor 1798 erbaute, das 1813 die Nummer 386 erhielt. Auf Pillstein folgte zwischen 1803 und 1813 Anton Edler von PLAPPART (bis 1828), und 1830–43 Johann PAUER. Dann kam das Ganze wieder in geistliche Hände. Nr. 391, 392 (heute Nr. 2) erwarb der Fürstbischof von Seckau für das KNABENSEMINAR AUGUSTINEUM, Nr. 393 (heute Nr. 4) die SCHULSCHWESTERN, welche beiden diese Häuser bis heute (1927) besitzen.
Stainzerhof: Die Liste der Vorbesitzer dieses Gebäudes ist lang, die Realität wurde Haimerhof, Lavanterhof und Stainzerhof genannt. Schon 1537 war der Hof im Besitz der Haymer/Haimer. 1569 verkaufte ihn Christoff Hay-mer (1555 Besitzer der Herrschaft Wasserberg in der Gaal und von namhaften Grubenanteilen) um 4.300 Gulden und 100 Dukaten Leih-kauf an Erzherzog Karl II. Ein Teil des Hofes geht an Georg Stobäus (Bischof von Lavant und ab 1596 Statthalter in Steiermark), der ande-re Teil wird 1612 von Kaiser Ferdinand II. dem Propst und Kapitel von Stainz geschenkt. 1638 erhielt Stainz den Lavanterhof dazu.
Im Adressbuch von 1938 werden als Hausbesitzer angeführt: a) auf Stainzerhofgasse 2 das Seckauer Knabenseminar "Augustinum", Landtafel 190; b) auf Nr. 4: die Kongregation der Grazer Schulschwestern vom Dritten Orden des hl. Franziskus, L 191. Das Adreßbuch von 1994 nennt eine größere Anzahl von Bewohnern, darunter den Fabriksbesitzer Friedr. Engelhofer.
Nach Aufhebung des Stiftes 1782 durch Kaiser Joseph II. wurde im Gebäude zunächst ein Warenmagazin eingerichtet, 1790 jedoch der Hof nebst zwei Gärtchen dem Ober-Postamts-Offizier Vinzenz von Pillstein verkauft, der vor 1798 das Haus Stainzerhofgasse 2 neu baute (später die k. k. Universitäts-Buchdruckerei und Verlags-Buchhandlung „Styria“). Auf Pillstein folgte zwischen 1803 und 1813 Anton Edler von Plappart (bis 1828), und 1829–43 Johann PAUER. Dann kam das Ganze wieder in geistliche Hände. Stainzerhofgasse Nr. 2 erwarb der Fürstbischof von Seckau für das Knabenseminar Augus-tineum; Nr. 4 ging an die Schulschwestern.  
c) Neutorgasse 41: Hausbesitzerin ist Maria Philipp, neben mehreren Familienangehörigen und Mietparteien.
Im Adressbuch von 1938 werden als Hausbesitzer angeführt: a) auf Stainzerhofgasse 2 das Seckauer Knabenseminar "Augustinum", Landtafel 190; b) auf Nr. 4: die Kongregation der Grazer Schulschwestern vom Dritten Orden des hl. Franziskus, L 191. Das Adreßbuch von 1994 nennt eine größere Anzahl von Bewohnern, darunter den Fabriksbesitzer Friedrich Engelhofer.
1967 erwarb die Steiermärkische Sparkasse den Stainzerhof für ihren Erweiterungsbau.
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|Aufnahmejahr3=1965
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Version vom 14. März 2025, 22:24 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8010



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47° 4' 9.23" N, 15° 26' 14.46" E


Steiermärkische Sparkasse, ehem. Stainzerhof

Da eine Erweiterung der Sparkasse in ihrem eigenen Baublock wegen der eingemieteten Firma Ferch nicht möglich war, musste man einen Neubau ins Auge fassen. Durch Kauf der Richtung Andreas-Hofer-Platz angrenzenden Grundstücke wurde das möglich; die 1969 abgerissenen Vorgängerbauten waren: der Stainzerhof, ehem. Stainzerhofgasse 2 und 4, und das "Dreigiebelhaus", Andreas-Hofer-Platz 11 bzw. vorher Neutorgasse 41. Gebaut wurde - auch zur Förderung des steirischen Stahlbaus - ein sechsgeschossiger Stahlbetonbau mit vorgehängter Alu-Fassade, 1970/75 nach Entwurf von Karl Lebwohl realisiert. Im Jahr 2007 wurde die Fassade mit vorgehängten Platten verschönt.

Vorgängerbauten: Stainzerhof und Dreigiebelhaus

Bis 1969 standen hier der ehemalige Stadthof des Stiftes Stainz, der "Stainzerhof" (Stainzerhofgasse 2 und 4), und das sogenannte "Dreigiebelhaus", zunächst Neutorgasse 41, dann Andreas-Hofer-Platz 11. 1938 erscheint im Adreßbuch als Hausbesitzerin Maria Philipp, neben mehreren Familienangehörigen und Mietparteien.

Stainzerhof: Die Liste der Vorbesitzer dieses Gebäudes ist lang, die Realität wurde Haimerhof, Lavanterhof und Stainzerhof genannt. Schon 1537 war der Hof im Besitz der Haymer/Haimer. 1569 verkaufte ihn Christoff Hay-mer (1555 Besitzer der Herrschaft Wasserberg in der Gaal und von namhaften Grubenanteilen) um 4.300 Gulden und 100 Dukaten Leih-kauf an Erzherzog Karl II. Ein Teil des Hofes geht an Georg Stobäus (Bischof von Lavant und ab 1596 Statthalter in Steiermark), der ande-re Teil wird 1612 von Kaiser Ferdinand II. dem Propst und Kapitel von Stainz geschenkt. 1638 erhielt Stainz den Lavanterhof dazu. Nach Aufhebung des Stiftes 1782 durch Kaiser Joseph II. wurde im Gebäude zunächst ein Warenmagazin eingerichtet, 1790 jedoch der Hof nebst zwei Gärtchen dem Ober-Postamts-Offizier Vinzenz von Pillstein verkauft, der vor 1798 das Haus Stainzerhofgasse 2 neu baute (später die k. k. Universitäts-Buchdruckerei und Verlags-Buchhandlung „Styria“). Auf Pillstein folgte zwischen 1803 und 1813 Anton Edler von Plappart (bis 1828), und 1829–43 Johann PAUER. Dann kam das Ganze wieder in geistliche Hände. Stainzerhofgasse Nr. 2 erwarb der Fürstbischof von Seckau für das Knabenseminar Augus-tineum; Nr. 4 ging an die Schulschwestern. Im Adressbuch von 1938 werden als Hausbesitzer angeführt: a) auf Stainzerhofgasse 2 das Seckauer Knabenseminar "Augustinum", Landtafel 190; b) auf Nr. 4: die Kongregation der Grazer Schulschwestern vom Dritten Orden des hl. Franziskus, L 191. Das Adreßbuch von 1994 nennt eine größere Anzahl von Bewohnern, darunter den Fabriksbesitzer Friedrich Engelhofer.

1967 erwarb die Steiermärkische Sparkasse den Stainzerhof für ihren Erweiterungsbau.

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