Josefigasse 73: Unterschied zwischen den Versionen
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|Textabschnitt= | |Textabschnitt=Die „Bram-„ (anfänglich durften nur die Säume der Gewänder bedruckt werden) und „Leindwanddrucker“ druckten mittels gefärbter Holzklötze oder Model mit der Hand Muster auf die Gewebe, vor allem Leinwand. Große Bekanntheit erlangte der gebürtige Ungar Jacob Philipp Szerdahely/Zertahelly/Certoheli in der Josefigasse 73, welcher bereits 1730 ein Privilegium erhalten hatte. Nach seinem Tode heiratete die Witwe Apollonia den Graubündner Andreas Farovino, welcher das Gewerbe als ''Codon und Leinwanth Truckherey'' bis zu seinem Tode im Jahre 1768 weiterführte. | ||
1825, wohl nach der Verlegung des Mühlgangs weiter nach Westen (der alten Verlauf ist noch an der schiefen Grenze des Hauses Am Freigarten 6 zu erkennen), wurde das Fabriks- und Werkstattgebäude aufgelassen und zu Wohnzwecken adaptiert. Die Gebäudeteile mit den Hausnummern 65 – 71 sind schon vor Jahrzehnten (teils schon 1910) abgerissen worden. | |||
1984 ist das erhaltene Objekt (die ehemalige Mange) in der Kunsttopographie der Bezirke Gries und Lend, S. 263, gewürdigt worden: ''Zweigeschossiges, von einem Paralleldach mit dreifachen Schopfwalmgiebeln nach Osten und Westen überdachtes Gebäude des 18. Jhs. mit älterem Baukern, einläufige Treppenrampe zum Obergeschoß, tonnengewölbte Keller, tonnengewölbte Flure, im Obergeschoß mit Stichkappen.'' | 1984 ist das erhaltene Objekt (die ehemalige Mange) in der Kunsttopographie der Bezirke Gries und Lend, S. 263, gewürdigt worden: ''Zweigeschossiges, von einem Paralleldach mit dreifachen Schopfwalmgiebeln nach Osten und Westen überdachtes Gebäude des 18. Jhs. mit älterem Baukern, einläufige Treppenrampe zum Obergeschoß, tonnengewölbte Keller, tonnengewölbte Flure, im Obergeschoß mit Stichkappen.'' | ||
Ein auf Betreiben der Baubehörde eingeleitetes Unterschutzstellungs-Verfahren des Bundesdenkmalamtes führte 2004 zu der Erkenntnis, das Objekt sei wegen seines "desaströsen" Zustandes als Denkmal nicht zuerhalten. Das führte zu einem Abbruchbescheid der Baubehörde. Versuche des Besitzers, eine Sanierung - mit Aufstockung - vorzunehmen, scheiterten. | Ein auf Betreiben der Baubehörde eingeleitetes Unterschutzstellungs-Verfahren des Bundesdenkmalamtes führte 2004 zu der Erkenntnis, das Objekt sei wegen seines "desaströsen" Zustandes als Denkmal nicht zuerhalten. Das führte zu einem Abbruchbescheid der Baubehörde. Versuche des Besitzers, eine Sanierung - mit Aufstockung - vorzunehmen, scheiterten. | ||
(Nach: ÖKT 1984; Wenzel Mracek 2005; Laukhardt, Josefigasse 73) | (Nach: ÖKT 1984; Fournier, Lend; Wenzel Mracek 2005; Laukhardt, Josefigasse 73) | ||
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|Bildbeschreibung1=Druckerey um 1830 (Haas, oberer Bildrand) | |Bildbeschreibung1=Druckerey um 1830 (Haas, oberer Bildrand) | ||
|Bildname2=Josefigasse_73,_Cottone-Druckerey,_Vorderansicht.JPG | |Bildname2=Josefigasse_73,_Cottone-Druckerey,_Vorderansicht.JPG | ||
|Bildbeschreibung2=Warten auf den Abbruch (Foto Laukhardt 2010) | |Bildbeschreibung2=Warten auf den Abbruch (Foto Laukhardt 2010) | ||
|Bildname3=Josefigasse_73,_Cottone-Druckerey_Stuck.JPG | |Bildname3=Josefigasse_73,_Cottone-Druckerey_Stuck.JPG | ||
|Bildbeschreibung3=Stuckdecke im Obergeschoß (Laukhardt 2010) | |Bildbeschreibung3=Stuckdecke im Obergeschoß (Laukhardt 2010) | ||
|Bildname4=Josefigasse_73,_Zubau_2.jpg | |Bildname4=Josefigasse_73,_Zubau_2.jpg | ||
|Bildbeschreibung4=Zubau im Gang (Laukhardt 2012) | |Bildbeschreibung4=Zubau im Gang (Laukhardt 2012) | ||
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|Bildbeschreibung5=alte Gebäudeteile aufgestockt (2012) | |Bildbeschreibung5=alte Gebäudeteile aufgestockt (2012) | ||
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{{Discussion}} | |||
Version vom 21. September 2021, 00:44 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8020
47° 4' 36.77" N, 15° 25' 39.00" E
Ehemalige "Cottone-Druckerey"
1825, wohl nach der Verlegung des Mühlgangs weiter nach Westen (der alten Verlauf ist noch an der schiefen Grenze des Hauses Am Freigarten 6 zu erkennen), wurde das Fabriks- und Werkstattgebäude aufgelassen und zu Wohnzwecken adaptiert. Die Gebäudeteile mit den Hausnummern 65 – 71 sind schon vor Jahrzehnten (teils schon 1910) abgerissen worden. 1984 ist das erhaltene Objekt (die ehemalige Mange) in der Kunsttopographie der Bezirke Gries und Lend, S. 263, gewürdigt worden: Zweigeschossiges, von einem Paralleldach mit dreifachen Schopfwalmgiebeln nach Osten und Westen überdachtes Gebäude des 18. Jhs. mit älterem Baukern, einläufige Treppenrampe zum Obergeschoß, tonnengewölbte Keller, tonnengewölbte Flure, im Obergeschoß mit Stichkappen.
Ein auf Betreiben der Baubehörde eingeleitetes Unterschutzstellungs-Verfahren des Bundesdenkmalamtes führte 2004 zu der Erkenntnis, das Objekt sei wegen seines "desaströsen" Zustandes als Denkmal nicht zuerhalten. Das führte zu einem Abbruchbescheid der Baubehörde. Versuche des Besitzers, eine Sanierung - mit Aufstockung - vorzunehmen, scheiterten.
(Nach: ÖKT 1984; Fournier, Lend; Wenzel Mracek 2005; Laukhardt, Josefigasse 73)