Adolf-Kolping-Gasse 14: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 13: | Zeile 13: | ||
}} | }} | ||
{{Karte | {{Karte | ||
|Koordinaten=47. | |Koordinaten=47.063040809511, 15.441071534078 | ||
}} | }} | ||
{{TextBilder | {{TextBilder | ||
| Zeile 22: | Zeile 22: | ||
Die Baugeschichte des Renaissance-Gebäudes, vermutlich aus dem 16. Jh, hatte noch der damalige Leiter des Grazer Stadtmuseums, Eduard Andorfer gewürdigt (siehe Nachlass). | Die Baugeschichte des Renaissance-Gebäudes, vermutlich aus dem 16. Jh, hatte noch der damalige Leiter des Grazer Stadtmuseums, Eduard Andorfer gewürdigt (siehe Nachlass). | ||
Auch kulturgeschichtlich relevante Ereignisse, wie die hier am Beginn des 20. Jahrhunderts beheimatet gewesene Radfahrschule Steininger , waren nicht geeignet, die Erhaltung des Baues zu sichern; und das, obwohl im Jahr der Kulturhauptstadt 2003 ein diesbezüglicher Vorschlag eingereicht wurde. | Auch kulturgeschichtlich relevante Ereignisse, wie die hier am Beginn des 20. Jahrhunderts beheimatet gewesene Radfahrschule Steininger, waren nicht geeignet, die Erhaltung des Baues zu sichern; und das, obwohl im Jahr der Kulturhauptstadt 2003 ein diesbezüglicher Vorschlag eingereicht wurde. | ||
Seine jüngere Geschichte ist bekannt. Im Jahre 1849 kam es in den Besitz des Tabakverlegers und Nürnberger Warenhändlers Georg Schwarz, dessen Geschäft in der Sporgasse wegen der reichen Auswahl an Tabakpfeifen stadtbekannt war. Nach dem Schilde, das einen pfeifenrauchenden Türken darstellen sollte, bekam der Laden den Spitznamen „Zum Pfeifenjuden“. Der Volksmund übertrug den Namen auf das Wohngebäude und nannte es „Pfeifenschlössl“, wonach später die heutige Adolf-Kolping-Gasse den Namen Pfeifengasse erhielt. | |||
Eine letzte tragisch-komische Rolle spielte die Durchfahrt des Castellhof in einer Mord-Szene des 2010 gedrehten Films "Die unabsichtliche Entführung der Elfriede Ott". | Eine letzte tragisch-komische Rolle spielte die Durchfahrt des Castellhof in einer Mord-Szene des 2010 gedrehten Films "Die unabsichtliche Entführung der Elfriede Ott". | ||
|Bildname1=Castellhof,_Kuwasseg.jpg | |Bildname1=Castellhof,_Kuwasseg.jpg | ||
Version vom 25. März 2018, 22:37 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8010
Route:Urania (Graz)
47° 3' 46.95" N, 15° 26' 27.86" E
Ehem. Castellhof
Jacob Castell, auch Jacomo Castello geschrieben, erwarb den Ansitz am 22. März 1623 von den Erben Karl Scarlichs und vererbte ihn seinem Sohn Simon Castell. So kam der Hof zu seinem Namen und gab der Gegend zwischen Schönau- und Münzgrabenstraße ihren Namen: Kastellfeld. Die Baugeschichte des Renaissance-Gebäudes, vermutlich aus dem 16. Jh, hatte noch der damalige Leiter des Grazer Stadtmuseums, Eduard Andorfer gewürdigt (siehe Nachlass).
Auch kulturgeschichtlich relevante Ereignisse, wie die hier am Beginn des 20. Jahrhunderts beheimatet gewesene Radfahrschule Steininger, waren nicht geeignet, die Erhaltung des Baues zu sichern; und das, obwohl im Jahr der Kulturhauptstadt 2003 ein diesbezüglicher Vorschlag eingereicht wurde.
Seine jüngere Geschichte ist bekannt. Im Jahre 1849 kam es in den Besitz des Tabakverlegers und Nürnberger Warenhändlers Georg Schwarz, dessen Geschäft in der Sporgasse wegen der reichen Auswahl an Tabakpfeifen stadtbekannt war. Nach dem Schilde, das einen pfeifenrauchenden Türken darstellen sollte, bekam der Laden den Spitznamen „Zum Pfeifenjuden“. Der Volksmund übertrug den Namen auf das Wohngebäude und nannte es „Pfeifenschlössl“, wonach später die heutige Adolf-Kolping-Gasse den Namen Pfeifengasse erhielt.
Eine letzte tragisch-komische Rolle spielte die Durchfahrt des Castellhof in einer Mord-Szene des 2010 gedrehten Films "Die unabsichtliche Entführung der Elfriede Ott".