Kalchberggasse, Joanneumsgarten: Unterschied zwischen den Versionen
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|Textabschnitt=Unmittelbar nach der Gründung des Joanneums 1811 wurde auf Betreiben von Erzherzog Johann anschließehnd an das Museumsgebäude in der Raubergasse 10 ein Botanischer Garten angelegt. Er diente der wissenschaftlichen Lehre und Forschung und war auch für die Fortbildung der Bevölkerung nützlich. Auf einer Fläche von zuletzt fünf Hektar war der Joanneumgarten auch ein beliebtes Naherholungsgebiet, das sich von der Neutorgasse ursprünglich bis zum Jakominiplatz erstreckte. Mit seiner parkähnlichen Gestaltung zählte der Garten zu den touristischen Sehenswürdigkeiten von Graz. Mit der Auslagerung des Lehrbetriebs wurde der Botanische Garten in den 1880er-Jahren unter erbittertem Widerstand der Bevölkerung aufgelassen und seine Bestände von der Karl-Franzens-Universität übernommen, die einen neuen Botanischen Garten in der Schubertstraße angelegt hatte. | |Textabschnitt=Unmittelbar nach der Gründung des Joanneums 1811 wurde auf Betreiben von Erzherzog Johann anschließehnd an das Museumsgebäude in der Raubergasse 10 ein Botanischer Garten angelegt. Er diente der wissenschaftlichen Lehre und Forschung und war auch für die Fortbildung der Bevölkerung nützlich. Auf einer Fläche von zuletzt fünf Hektar war der Joanneumgarten auch ein beliebtes Naherholungsgebiet, das sich von der Neutorgasse ursprünglich bis zum Jakominiplatz erstreckte. Mit seiner parkähnlichen Gestaltung zählte der Garten zu den touristischen Sehenswürdigkeiten von Graz. Mit der Auslagerung des Lehrbetriebs wurde der Botanische Garten in den 1880er-Jahren unter erbittertem Widerstand der Bevölkerung aufgelassen und seine Bestände von der Karl-Franzens-Universität übernommen, die einen neuen Botanischen Garten in der Schubertstraße angelegt hatte. | ||
(Nach: Ster, Botanischer Garten) | (Nach: Ster, Botanischer Garten) | ||
1890/94 wurde nach Entwurf von August Gunolt als Pendent zum gleichzeitig erbauten Neuen Joanneum die Landesbibliothek errichtet. Aus derselben Zeit stammt die neobarocke Einfriedung des ehemaligen Parks in der Kalchberggasse. | 1890/94 wurde nach Entwurf von August Gunolt als Pendent zum gleichzeitig erbauten Neuen Joanneum die Landesbibliothek errichtet. Aus derselben Zeit stammt die neobarocke Einfriedung des ehemaligen Parks in der Kalchberggasse. | ||
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|Bildbeschreibung1=Der alte Park(Foto AGIS - 2002) | |Bildbeschreibung1=Der alte Park(Foto AGIS - 2002) | ||
|Bildname2=Joanneum_mit_Stadtmauer.jpg | |Bildname2=Joanneum_mit_Stadtmauer.jpg | ||
|Bildbeschreibung2=Joanneumsgarten mit Stadtmauer | |Bildbeschreibung2=Joanneumsgarten mit Stadtmauer | ||
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|Bildbeschreibung5=Frühling 2007 | |Bildbeschreibung5=Frühling 2007 | ||
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Aktuelle Version vom 18. April 2016, 12:41 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8010
47° 4' 6.05" N, 15° 26' 16.92" E
Ehem. Joanneumsgarten (Botanischer Garten)
Unmittelbar nach der Gründung des Joanneums 1811 wurde auf Betreiben von Erzherzog Johann anschließehnd an das Museumsgebäude in der Raubergasse 10 ein Botanischer Garten angelegt. Er diente der wissenschaftlichen Lehre und Forschung und war auch für die Fortbildung der Bevölkerung nützlich. Auf einer Fläche von zuletzt fünf Hektar war der Joanneumgarten auch ein beliebtes Naherholungsgebiet, das sich von der Neutorgasse ursprünglich bis zum Jakominiplatz erstreckte. Mit seiner parkähnlichen Gestaltung zählte der Garten zu den touristischen Sehenswürdigkeiten von Graz. Mit der Auslagerung des Lehrbetriebs wurde der Botanische Garten in den 1880er-Jahren unter erbittertem Widerstand der Bevölkerung aufgelassen und seine Bestände von der Karl-Franzens-Universität übernommen, die einen neuen Botanischen Garten in der Schubertstraße angelegt hatte.
(Nach: Ster, Botanischer Garten)
1890/94 wurde nach Entwurf von August Gunolt als Pendent zum gleichzeitig erbauten Neuen Joanneum die Landesbibliothek errichtet. Aus derselben Zeit stammt die neobarocke Einfriedung des ehemaligen Parks in der Kalchberggasse.Kommentare
Das Projekt des "Joanneumsviertel" bedeutete ab 2007 das Ende des kleinen Parks. Man dachte dabei wohl an den Louvre in Paris oder auch an das Museumsquartier in Wien. Die einzelnen Gebäude des Museumskomplexes haben ihre alten Eingänge verloren; der Besucher muss zuerst mit einer Rolltreppe in den Untergrund, um dann durch moderne, eher an Tiefgaragen-Aufgänge oder "Lieferanten-Eingänge" erinnernde Aufzüge oder Stiegen die Sammlungen zu erreichen. An der Stelle der kleinen grünen Lunge trat eine städtische Brache, die wegen der kreisrunden Öffnungen im Volksmund schon den Namen "Kläranlage" angenommen hat.