Anton-Kleinoscheg-Straße 46: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Baugeschichte

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Version vom 28. März 2016, 21:15 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8055



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47° 5' 47.85" N, 15° 24' 1.06" E


Villa Spitzy

Diese Villa aus der Wende zum 20. Jh. wurde in den letzten Jahren ebenso wie der Garten stark vernachlässigt. Nun hat sich ein Investor gefunden, der hier eine - für die Gegend - vollkommen überdimensionierte Wohnhausanlage mit fünf Stockwerken errichten will. Offensichtlich wird dabei schon darauf spekuliert, dass die bisherige maximale Bebauungsdichte von 0,6 in neuen Flächenwidmungsplan auf 0,8 hinaufgesetzt wird. Dieses Beispiel zeigt, wie die von der Stadt geplante drastische Nachverdichtung das Grazer Bauerbe zerstören wird - in diesem Fall eine geschlossene Reihe von Altbauten, die in der denkmalgeschützten "Knaben-Volksschule" ihren würdigen Abschluss findet. Diese Nachverdichtung soll nämlich auch das anschließende Villenviertel in der Aspachgasse und am Corneliusweg umfassen; dass SOKO Altstadt seit fast fünf Jahren hier mehrere Bauten in den "Schutz-Kataster" eingetragen hat, kümmert offenbar die städtischen Stellen keine Deut! Man hat den Eindruch: Bevor noch der Gemeinderats-Beschluss vom 27.2.2016 (Erstellung eines Schutz-Katasters) ausgeführt wird, soll halt noch schnell gehandelt werden. Noch ist wegen der Bausperre eine Baubewilligung nicht möglich, also gilt es, das Bauvorhaben noch zu verhindern.

Kommentare

Diese Villa wurde in den letzten Jahren ebenso wie der ausgedehnte Garten stark vernachlässigt. Nun hat sich ein Investor gefunden, der hier eine - für den Standort vollkommen überdimensionierte - Wohnhausanlage mit fünf Stockwerken errichten will. Offensichtlich wird dabei schon damit gerechnet, dass die bisherige maximale Bebauungsdichte von 0,6 im neuen Flächenwidmungsplan auf 0,8 hinaufgesetzt wird. Die Werbung spricht ja auch schon vom "Nahverkehrsknoten" Gösting, der noch nicht mehr als eine Absicht darstellt.

Dieses Beispiel zeigt, wie die von der Stadt geplante drastische Nachverdichtung das Grazer Bauerbe zerstören wird - in diesem Fall eine geschlossene Reihe von Altbauten, die in den denkmalgeschützten Objekten der "Knaben-Volksschule" und letztlich des Barock-Schlosses Gösting ihren würdigen Abschluss und Höhepunkt findet.

Diese Nachverdichtung soll aber auch das anschließende Villenviertel in der Aspachgasse und am Corneliusweg umfassen, wo die Baudichte auf 0,6 hinaufgeschraubt werden soll! Dass SOKO Altstadt seit fast fünf Jahren hier mehrere Bauten in den "Schutz-Kataster" eingetragen und das Gebiet als Villenviertel klassifiziert hat, kümmert offenbar die städtischen Stellen keine Deut! Ja, man hat den Eindruch: Bevor noch der Gemeinderats-Beschluss vom 27.2.2016 (Erstellung eines Schutz-Katasters) ausgeführt wird, soll halt noch schnell gehandelt werden. Noch ist allerdings wegen der Bausperre eine Baubewilligung nicht möglich, also ist der Baubeginn noch nicht gesichert. Die Baubehörde wird daher von uns dringend ersucht werden, keinen Abbruch-Bescheid zu erlassen, bevor nicht ein unabhängiges baukünstlerisches Gutachten auf dem Tisch liegt.

Anfang Oktober 2016 erreicht uns die Nachricht, dass die Villa bereits abgebrochen wurde. Jetzt bleibt abzuwarten, ob der Neubau schon nach der geplanten Dichte-Erhöhung vorgenommen werden wird.

Laukhardt (Diskussion) 20:34, 9. Okt. 2016 (CEST)

Einzelnachweise