Diskussion:Universitätsplatz 3a: Unterschied zwischen den Versionen

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Ende des historischen Lesesaales?
===Ende des historischen Lesesaales?===
Der frei über den Vorplatz schwebende "Glasbalken" legt zwar teilweise die alten Fassaden  von 1895 frei, wirkt aber doch als Fremdkörper, der den denkmalgeschützten Bibliotheksbau zu erdrücken droht (in den 1950er Jahren hatte man im Süden noch einen Anbau im historischen Stil errichtet). Nach den Projektfotos würde der schwebende Trakt auch die Glasdächer der Bibliothek überlagern. Äußerst verstört reagierten Experten nach dem Studium der Wettbewerbs-Unterlagen (dzt. im Foyer der UB): der historische Lesesaal mit der Eichenholz-Inneneinrichtung Anton Irschicks und dem filigranen Eisengeländer der Firma Gridl soll ein Hochregal für RARA (besonders seltene Bibliotheks-Exemplare) aufnehmen? Damit wäre das Herzstück der Universitätsbibliothek zerstört. SOKO Altstadt wird deshalb bei Bundesdenkmalamt und Altstadtkommission anfragen, ob das Projekt in dieser Form überhaupt genehmigungsfähig ist.
Der frei über den Vorplatz schwebende "Glasbalken" legt zwar teilweise die alten Fassaden  von 1895 frei, wirkt aber doch als Fremdkörper, der den denkmalgeschützten Bibliotheksbau zu erdrücken droht (in den 1950er Jahren hatte man im Süden noch einen Anbau im historischen Stil errichtet). Nach den Projektfotos würde der schwebende Trakt auch die Glasdächer der Bibliothek überlagern. Äußerst verstört reagierten Experten nach dem Studium der Wettbewerbs-Unterlagen (dzt. im Foyer der UB): der historische Lesesaal mit der Eichenholz-Inneneinrichtung Anton Irschicks und dem filigranen Eisengeländer der Firma Gridl soll ein Hochregal für RARA (besonders seltene Bibliotheks-Exemplare) aufnehmen? Damit wäre das Herzstück der Universitätsbibliothek zerstört. SOKO Altstadt wird deshalb bei Bundesdenkmalamt und Altstadtkommission anfragen, ob das Projekt in dieser Form überhaupt genehmigungsfähig ist.
[[Benutzer:Laukhardt|Laukhardt]] ([[Benutzer Diskussion:Laukhardt|Diskussion]]) 20:19, 30. Okt. 2015 (CET)
[[Benutzer:Laukhardt|Laukhardt]] ([[Benutzer Diskussion:Laukhardt|Diskussion]]) 20:19, 30. Okt. 2015 (CET)
Eine nochmalige Einsicht in die Darstellung des Siegerprojektes hat heute ergeben, dass der geplante Glastrakt das Glasdach des Lesesaales aussparen würde (siehe Foto des Modells). Trotz ungläubiger Reaktionen von Interessierten bleibt aber das Faktum der Aufgabe des Lesesaales in seiner heutigen Form. Es heißt in der Beschreibung wörtlich: "Nutzung des bestehenden Lesesaales als SoSaArchiv, renoviert und zugängig für Studienarbeit."
Von der ASVK langte bereits eine Stellungnahme ein, die aber die Wettbewerbs-Ausschreibung betrifft, nicht die vorgestellten Ergebnisse. Wir warten noch auf die Stellungnahme des Bundesdenkmalamtes. Zuletzt sei aber noch zugegeben, dass die übrigen in der Ausstellung gezeigten Entwürfe auch keine überzeugenden Lösungen anbieten.
[[Benutzer:Laukhardt|Laukhardt]] ([[Benutzer Diskussion:Laukhardt|Diskussion]]) 18:04, 3. Nov. 2015 (CET)

Version vom 3. November 2015, 19:04 Uhr

Ende des historischen Lesesaales?

Der frei über den Vorplatz schwebende "Glasbalken" legt zwar teilweise die alten Fassaden von 1895 frei, wirkt aber doch als Fremdkörper, der den denkmalgeschützten Bibliotheksbau zu erdrücken droht (in den 1950er Jahren hatte man im Süden noch einen Anbau im historischen Stil errichtet). Nach den Projektfotos würde der schwebende Trakt auch die Glasdächer der Bibliothek überlagern. Äußerst verstört reagierten Experten nach dem Studium der Wettbewerbs-Unterlagen (dzt. im Foyer der UB): der historische Lesesaal mit der Eichenholz-Inneneinrichtung Anton Irschicks und dem filigranen Eisengeländer der Firma Gridl soll ein Hochregal für RARA (besonders seltene Bibliotheks-Exemplare) aufnehmen? Damit wäre das Herzstück der Universitätsbibliothek zerstört. SOKO Altstadt wird deshalb bei Bundesdenkmalamt und Altstadtkommission anfragen, ob das Projekt in dieser Form überhaupt genehmigungsfähig ist. Laukhardt (Diskussion) 20:19, 30. Okt. 2015 (CET) Eine nochmalige Einsicht in die Darstellung des Siegerprojektes hat heute ergeben, dass der geplante Glastrakt das Glasdach des Lesesaales aussparen würde (siehe Foto des Modells). Trotz ungläubiger Reaktionen von Interessierten bleibt aber das Faktum der Aufgabe des Lesesaales in seiner heutigen Form. Es heißt in der Beschreibung wörtlich: "Nutzung des bestehenden Lesesaales als SoSaArchiv, renoviert und zugängig für Studienarbeit." Von der ASVK langte bereits eine Stellungnahme ein, die aber die Wettbewerbs-Ausschreibung betrifft, nicht die vorgestellten Ergebnisse. Wir warten noch auf die Stellungnahme des Bundesdenkmalamtes. Zuletzt sei aber noch zugegeben, dass die übrigen in der Ausstellung gezeigten Entwürfe auch keine überzeugenden Lösungen anbieten. Laukhardt (Diskussion) 18:04, 3. Nov. 2015 (CET)