Alte Poststraße 161: Unterschied zwischen den Versionen
Aus Baugeschichte
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|Textabschnitt=Das größte Mautgebäude, welches die Stadt besaß, war das "Steinhaus" auf dem Steinfeld, das sie schon im ausgehenden Mittelalter erbaut hatte. Es lag gegenüber der Brauerei Reininghaus an der Kreuzung der Alten Poststraße mit der Friedhofgasse. Die Friedhofgasse heißt schon 1593 die „Mauthstraßen“, während die südlich davon gelegene Steinfeldgasse als die „gemaine Gräzer Landstraßen“ erscheint. Das Mauthaus überließ die Stadt 1712 der Hofkammer gegen eine Jahrespacht von 20 f1. | |Textabschnitt=Das größte Mautgebäude, welches die Stadt besaß, war das "Steinhaus" auf dem Steinfeld, das sie schon im ausgehenden Mittelalter erbaut hatte. Es lag gegenüber der Brauerei Reininghaus an der Kreuzung der Alten Poststraße mit der Friedhofgasse. Die Friedhofgasse heißt schon 1593 die „Mauthstraßen“, während die südlich davon gelegene Steinfeldgasse als die „gemaine Gräzer Landstraßen“ erscheint. Das Mauthaus überließ die Stadt 1712 der Hofkammer gegen eine Jahrespacht von 20 f1. | ||
Das Mauthaus spielte auch im Revolutionsjahr eine Rolle, wie man liest: .... die Kundgebungen am folgenden Tag gegen die Fleischhauer fort: "... das Mauthaus in der Eggenberger Allee [Eggenberger Allee 2] wurde in Brand gesteckt, das Linienamt Steinfeld bestürmt, Brandlegung in einem Brauhaus versucht." | Das Mauthaus spielte auch im Revolutionsjahr eine Rolle, wie man liest: .... die Kundgebungen am folgenden Tag gegen die Fleischhauer fort: "... das Mauthaus in der Eggenberger Allee [Eggenberger Allee 2] wurde in Brand gesteckt, das Linienamt Steinfeld bestürmt, Brandlegung in einem Brauhaus versucht." | ||
Auf einem Stadtplan von ... wird das Gebäumje "Linienamt" genannt; solche gab es bis 1938 | |||
.. bei denen Verbrauchsabgabe und Pflastermaut kassiert wurde. Die städtische Finanzwache, von den Grazern meist nicht sehr geschätzt ("Spinatwachter", amtierte in den Linienämtern am Stadtrand. Je größer die Grazer Einwohnerzahl wurde, je mehr Straßen die Stadtgrenze überquerten, desto mehr Linienämter gab es. Mitte des 19. Jhs bestand die Eggenberger Maut, sie lag auf der Seite des Bezirkes Lend. | |||
|Bildname1=Alte Poststraße 1730, Weintazkarte, Reininghaus.jpg | |Bildname1=Alte Poststraße 1730, Weintazkarte, Reininghaus.jpg | ||
|Bildbeschreibung1=Mauthaus am Steinfeld (links) | |Bildbeschreibung1=Mauthaus am Steinfeld (links) | ||
Version vom 24. März 2024, 18:09 Uhr
„140 ragnitzstraße“ ist kein zulässiger Sprachcode.Österreich » Steiermark » Graz » 8020
47° 3' 59.08" N, 15° 24' 41.11" E
Ehemalige Mauthaus
Das größte Mautgebäude, welches die Stadt besaß, war das "Steinhaus" auf dem Steinfeld, das sie schon im ausgehenden Mittelalter erbaut hatte. Es lag gegenüber der Brauerei Reininghaus an der Kreuzung der Alten Poststraße mit der Friedhofgasse. Die Friedhofgasse heißt schon 1593 die „Mauthstraßen“, während die südlich davon gelegene Steinfeldgasse als die „gemaine Gräzer Landstraßen“ erscheint. Das Mauthaus überließ die Stadt 1712 der Hofkammer gegen eine Jahrespacht von 20 f1.
Das Mauthaus spielte auch im Revolutionsjahr eine Rolle, wie man liest: .... die Kundgebungen am folgenden Tag gegen die Fleischhauer fort: "... das Mauthaus in der Eggenberger Allee [Eggenberger Allee 2] wurde in Brand gesteckt, das Linienamt Steinfeld bestürmt, Brandlegung in einem Brauhaus versucht." Auf einem Stadtplan von ... wird das Gebäumje "Linienamt" genannt; solche gab es bis 1938
.. bei denen Verbrauchsabgabe und Pflastermaut kassiert wurde. Die städtische Finanzwache, von den Grazern meist nicht sehr geschätzt ("Spinatwachter", amtierte in den Linienämtern am Stadtrand. Je größer die Grazer Einwohnerzahl wurde, je mehr Straßen die Stadtgrenze überquerten, desto mehr Linienämter gab es. Mitte des 19. Jhs bestand die Eggenberger Maut, sie lag auf der Seite des Bezirkes Lend.