Murgasse 12: Unterschied zwischen den Versionen
Aus Baugeschichte
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Schon 1411 wird an der mittelalterlichen Stadtmauer ein Spital "bey der Muerpruggen" genannnt. Die im späten 18. Jh. erbauten fünfgeschossigen Arkaden wurden vor diese Mauer gelegt, die meines Erachtens nach noch beim Tor im Hof erhalten sein könnte. | |||
Die 1424 als "prope muram" bezeichnete, dazugehörige Allerheiligenkapelle diente nach 1451 als Begräbnisstätte der Eggenberger. Vermutlich bereits 1540 überließ Jakob von Eggenberg die Kapelle der sog. Eggenbergerstiftung für evangelische Gottesdienst. 1568 verkaufte Seifried von Eggenberg den Ständen die Stiftung, die Kapelle und das Spital. | |||
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Version vom 5. Januar 2024, 22:13 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8010
47° 4' 16.18" N, 15° 26' 10.25" E
Klassizistisches Eckhaus
Fünfgeschossiges, josefinisch-klassizistisches Eckhaus mit barocker Figurengruppe (vermutlich von der Klosterkirche) über dem Hauseingang. 1787/90 anstelle der abgebrochen Allerheiligen-Klosterkirche der Klarissen errichtet (davor bis 1602 die von Francesco Marmoro 1570 fertiggestellt protestantische Kirche mit der Stiftschule, an der Johannes Kepler unterrichtete).
Schon 1411 wird an der mittelalterlichen Stadtmauer ein Spital "bey der Muerpruggen" genannnt. Die im späten 18. Jh. erbauten fünfgeschossigen Arkaden wurden vor diese Mauer gelegt, die meines Erachtens nach noch beim Tor im Hof erhalten sein könnte.
Die 1424 als "prope muram" bezeichnete, dazugehörige Allerheiligenkapelle diente nach 1451 als Begräbnisstätte der Eggenberger. Vermutlich bereits 1540 überließ Jakob von Eggenberg die Kapelle der sog. Eggenbergerstiftung für evangelische Gottesdienst. 1568 verkaufte Seifried von Eggenberg den Ständen die Stiftung, die Kapelle und das Spital.