Erdbergweg 47: Unterschied zwischen den Versionen

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|Textabschnittstitel=Lindenhaus
|Textabschnittstitel=Lindenhaus, ehem. Doblerscher Weingarten
|Textabschnitt=Denkmalgeschützter Ansitz. Die Geschichte des Hofes, ursprünglich Einödhof oder Hof Einöd genannt, führt in das Jahr 1619 zurück, als es erstmals genannt wird. 1755 zinste der Herrschaft St. Martin ein ''Bergrechtweingart mit dem Herrenhaus Einöd und dabeyliegendem Wirtschaftsgebäude''. In den Jahren 1683 und 1793 fanden Umbauten statt.
|Textabschnitt=Die Geschichte des denkmalgeschützten Ansitzes, ursprünglich Einödhof oder Hof Einöd genannt, lässt sich in das Jahr 1619 zurückverfolgen, als ''der gemauerte Stock zu Ainödt bei Gratz'' von Hans Puechhauß um 1466 Gulden an einen gewissen Christof Spiel verkauft wird. Zehn Jahre später wird er nur mehr auf 450 Gulden geschätzt. 1755 zinste der Herrschaft St. Martin ein ''Bergrechtweingart mit dem Herrenhaus Einöd und dabeyliegendem Wirtschaftsgebäude''. 1810 ''überkommt'' Maria Josepha Constantia Dobler (Gattin des Franz Kaspar Dobler, Oberst des Grazer Bürgerkorps) den Weingarten von ihrer Mutter Constantia Drasenberger, bürgerliche Handelsfrau in der Griesgasse 40. Dobler erhält die Realität 1824 ''durch freiwillige Übergabe bei Lebzeiten''.  
Das Haus hat ein Walmdach mit Dachgaupen aus dem Jahr 1793. Die Fassade mit einem klassizistischen Fenstergitter und Pawlatschengeländer aus Schmiedeeisen ist mit 1683 datiert. Zwei Stuckplafonds im Obergeschoss stammen aus dem Jahr 1793, der Empire-Kachelofen aus der Zeit um 1810/1. Im Obergeschoss befindet sich eine Hauskapelle mit einem josephinisch-klassizistischen Altar-Retabel mit einem Altarblatt von Anton Jandl (1793), das Hl. Abendmahl darstellend. Im Garten steht ein spätbarocker Steinbrunnen mit einer Ziervase aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
 
(Bundesdenkmalamt)
Die Fassade mit einem klassizistischen Fenstergitter und Pawlatschengeländer aus Schmiedeeisen ist mit 1683 datiert. Das  Walmdach mit Dachgaupen stammt aus einem Umbau von 1793, ebenfalls zwei Stuckplafonds im Obergeschoss. Im Obergeschoss befindet sich eine Hauskapelle mit einem josephinisch-klassizistischen Altar-Retabel mit einem Altarblatt von Anton Jandl (1793), das Hl. Abendmahl darstellend. Der Empire-Kachelofen wurde in der Zeit der Doblers um 1810/11 gesetzt.  Im Garten steht ein spätbarocker Steinbrunnen mit einer Ziervase aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
 
(Nach: Baravalle; Bundesdenkmalamt; Reiter)
|Bildname1=Erdbergweg 47, 2.JPG
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|Bildbeschreibung1=Lindenhof vom Weg
|Bildbeschreibung1=Lindenhof vom Weg

Version vom 4. März 2022, 12:57 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8052

Route: Wetzelsdorf Ölberg


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47° 3' 27.76" N, 15° 23' 5.96" E


Lindenhaus, ehem. Doblerscher Weingarten

Die Geschichte des denkmalgeschützten Ansitzes, ursprünglich Einödhof oder Hof Einöd genannt, lässt sich in das Jahr 1619 zurückverfolgen, als der gemauerte Stock zu Ainödt bei Gratz von Hans Puechhauß um 1466 Gulden an einen gewissen Christof Spiel verkauft wird. Zehn Jahre später wird er nur mehr auf 450 Gulden geschätzt. 1755 zinste der Herrschaft St. Martin ein Bergrechtweingart mit dem Herrenhaus Einöd und dabeyliegendem Wirtschaftsgebäude. 1810 überkommt Maria Josepha Constantia Dobler (Gattin des Franz Kaspar Dobler, Oberst des Grazer Bürgerkorps) den Weingarten von ihrer Mutter Constantia Drasenberger, bürgerliche Handelsfrau in der Griesgasse 40. Dobler erhält die Realität 1824 durch freiwillige Übergabe bei Lebzeiten.

Die Fassade mit einem klassizistischen Fenstergitter und Pawlatschengeländer aus Schmiedeeisen ist mit 1683 datiert. Das Walmdach mit Dachgaupen stammt aus einem Umbau von 1793, ebenfalls zwei Stuckplafonds im Obergeschoss. Im Obergeschoss befindet sich eine Hauskapelle mit einem josephinisch-klassizistischen Altar-Retabel mit einem Altarblatt von Anton Jandl (1793), das Hl. Abendmahl darstellend. Der Empire-Kachelofen wurde in der Zeit der Doblers um 1810/11 gesetzt. Im Garten steht ein spätbarocker Steinbrunnen mit einer Ziervase aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

(Nach: Baravalle; Bundesdenkmalamt; Reiter)

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