Idlhofgasse 42: Unterschied zwischen den Versionen
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|Aufnahmejahr3=1727 | |Aufnahmejahr3=1727 | ||
|Bildbeschreibung3=Weintazkarte, Landesarchiv | |Bildbeschreibung3=Weintazkarte, Landesarchiv | ||
Version vom 21. März 2015, 20:53 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8010
47° 4' 2.79" N, 15° 25' 24.46" E
Ehem. Großhandel Agnello
In der obigen Weintazkarte von 1727 (in der die für die Weinsteuer zuständige Grund-Herrschaft eingetragen ist) zeigt ein interessantes Bild. Das Haus Idlhofgasse 42 ist durch den ausgesteckten Buschen als Gasthaus oder Weinschenke erkennbar, seine Steuer zahlte es an die "Graf Wagensperger Täz". An der Ecke gegenüber steht das vornehme Haus Prankergasse 24, vom Grazer Bürger G. Klingendraht vor der Mitte des 17. Jhs. erbaut, dann an eine Gräfin Trautmannsdorf gekommen, hier als "Zollner Garthen" dargestellt; der Begriff Garten bezeichnete zu dieser Zeit ein meist vornehmes Haus in der Vorstadt mit Obst- und Ziergarten. Am oberen Bildrand ist der "Lidlhof" oder "Idlhof" mit seinen zierlichen Eck-Türmchen bewehrte erkennbar, hier als "Tättenbach Garthen" bezeichnet. Ganz links ist jenseits des heute nicht mehr bestehenden Entenbachels das denkmalgeschützte ehemalige Gasthaus "Zum grünen Baum" zu sehen.
Wie sehr hier der Altbestand vom Abriss betroffen waren, zeigt folgender Vergleich: Von vier noch in der Kunsttopographie von 1984 beschriebenen prominenten Altbauten sind drei heute spurlos verschwunden: der "Seitzerhof" auf Nr. 5, der "Idlhof" auf Nr. 18-26 (dessen Reste noch im Bereich der Lederfabrik Rieckh zu sehen waren), und das nach einem Bombenschaden etwas veränderte Eckhaus Prankergasse 24, früher als Fleischerei Reiner bekannt; leider sind beim Abbruch und Neubau vor kurzem auch die Ecknische mit der hl. Anna, Maria das Lesen lehrend, und die Nische in der Prankergasse mit dem bekannten Grazer Bildhauer Johann Jakob Schoy zugeschriebenen hl. Nepomuk "verschwunden". Lediglich am engen Beginn der Niesenbergergasse ist die stark vereinfachte Fassade vom Ansitz "Wintersgrün" Idlhofgasse 11 noch vorhanden, leider wurde seit 1984 auch der Rest der Wappentafel entfernt.
(Nach Pirchegger, Häuserbuch; Friedl, Idlhofgasse; ÖKT 1984; Laukhardt, Elendgasse)
Kommentare
Laukhardt (Diskussion) 13:26, 20. Mär. 2015 (CET) Soeben erfahren wir, dass für ein Bauvorhaben an dieser Stelle ein Bebauungsplan notwendig gewesen wäre; ein solcher ist aber nicht erstellt worden. Was ist los mit der Stadtplanung?
Laukhardt (Diskussion) 12:58, 21. Mär. 2015 (CET)Einzelnachweise