Weinzödl 44: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Baugeschichte

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Datei:Weinzödl_44,_Schmiedwirt.JPG | Der Schmiedwirt heute (Foto Laukhardt 2011)
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Datei:Schmiedwirt,_Krindlhofer_2.JPG| Der Gasthof um 1928 (Archiv Pachler)
Datei:Schmiedwirt,_Krindlhofer_2.JPG| Der Gasthof um 1920 (Archiv Pachler)
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Version vom 23. Juli 2013, 16:40 Uhr

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Schmiedwirt in Weinzödl

Etwas nordwestlich des Zentrums von Weinzödl steht seit Jahrhunderten dieses alte Gasthaus, natürlich in mehrfach umgebauter Form. An seiner Stirnseite ist ein schönes Floriani-Fresko aus neuerer Zeit zu sehen.Die Familie Pachler hat die Erinnerungen an Vorfahren und Vorgänger in einem Archiv aufbewahrt, das von Allmer zusammengestellt wurde.

Im Maria-Theresianischen-Katster, der auf ein Urbar von 1753 verweist, lesen wir, "was jeder Unterthan an Rustical~ und Herren Forderung künftighin zu verichten hat“. Auf Nr. 7 der Tabelle finden wir (für den heutigen Schmiedwirt) einen Mathias Handl, der 2 lb 0 ß und 16 d (Pfund, Schilling, Pfennig) an „Rusticalabgabe“ zu leisten hatte; dazu kam ein „unsteuermäßiger Gelddienst“ von 2/2/14, „Klein Rechten“ von 4 Hühnern und 40 Eiern, als Robot-Leistung „Tägl. Hand oder Fuhr Robath mit der Roß“ und schließlich als „Fleisch Kreüzer“ 2 lb 2 ß. Erst in der als Folge der Revolution 1848 angeordneten Grundbefreiung wurden diese, vorher etwas abgewerteten Verpflichtungen 1850 abgeschafft und mussten den Grundbesitzern zu zwei Dritteln bar oder durch Hypotheken abgelöst werden, was viele Bauern in den Ruin trieb – der Staat hatte ein Drittel übernommen. Hier liegt auch der Anfang des heutigen Bankenwesens begründet.

(Aus: Archiv Pachler)