Stattegger Straße 44: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 17: | Zeile 17: | ||
|Textabschnittstitel="Rielmühle" | |Textabschnittstitel="Rielmühle" | ||
|Textabschnitt=Der Inschrift über dem Eingang ins Herrenhaus nach wurde die Rielmühle im Jahre 1371 erbaut. Eine Urkunde vom 9. Juni dieses Jahres sagt: Ulrich der Wolfsberger verkauft dem Hertel von Teufenbach mehrere Besitzungen, seinen ''Hof, gelegen zu ober Endercz in der gegent vnd den hoffakcher, der hinden an daß Dorff get vnd davor ainen garten''. In dieser Urkunde werden genannt „Lewtel der Chrestler von Ober Endercz, Hertel der smid daselbs, Ott der Lerer von Endercz“ u. a. | |Textabschnitt=Der Inschrift über dem Eingang ins Herrenhaus nach wurde die Rielmühle im Jahre 1371 erbaut. Eine Urkunde vom 9. Juni dieses Jahres sagt: Ulrich der Wolfsberger verkauft dem Hertel von Teufenbach mehrere Besitzungen, seinen ''Hof, gelegen zu ober Endercz in der gegent vnd den hoffakcher, der hinden an daß Dorff get vnd davor ainen garten''. In dieser Urkunde werden genannt „Lewtel der Chrestler von Ober Endercz, Hertel der smid daselbs, Ott der Lerer von Endercz“ u. a. | ||
Urkundlich zutreffender ist der am 27. März 1363 stattgefundene Verkauf von ''ainn hoff vnd ain mül gelegen zu Endercz'' durch ''Nicla Niclas sun auz der Sparerstrazz'' (es war der bekannte Krämer, genannt "Magerkraut") an den Verweser ''Hertelein von Teuffenpach''. Von 1542 datiert eine weitere Nennung. | Urkundlich zutreffender ist der am 27. März 1363 stattgefundene Verkauf von ''ainn hoff vnd ain mül gelegen zu Endercz'' durch ''Nicla Niclas sun auz der Sparerstrazz'' (es war der bekannte Krämer, genannt "Magerkraut") an den Verweser ''Hertelein von Teuffenpach''. Von 1542 datiert eine weitere Nennung. | ||
Das Wohnhaus ist ein vierachsiger, dreigeschossiger Schopfwalmgiebelbau. Sein Baukern ist spätgotisch, das Haus weist mehrere kreuzgrat- und | Die Riedkarte zum Franziszeischen Kataster von 1820 zeigt beim Herrenhaus einen Holzbau, was nicht stimmen kann. Das Wohnhaus ist ein vierachsiger, dreigeschossiger Schopfwalmgiebelbau. Sein Baukern ist spätgotisch, das Haus weist mehrere kreuzgrat- und stichkappengewölbte Räume auf. Im 2. Viertel des 17. Jh. erfolgte ein Umbau, vermutlich durch Peter Reicher. Die Fassade stammt aus dem 2. Viertel des 19. Jh. und ist durch ein Gitterwerk und durch ein Floriani-Fresko zwischen der ersten und zweiten Achse des Obergeschosses geschmückt. Das Mühlengebäude am Andritzbach birgt zum Teil noch Original-Einrichtungen, Nebenräume werden als "Kunst-Mühle" von Frau Häusler genutzt. | ||
Das nach einer Mitteilung von Frau Renate Riel 1862 erbaute Stallgebäude (Stattegger Straße 40) weist sehr schöne Stadelluken auf. Der Mühlkanal ist an der Südfront dieses Gebäude durch eine kleine Brücke überspannt, und vereinigt sich dann wieder mit dem Andritzbach. | Das nach einer Mitteilung von Frau Renate Riel 1862 erbaute Stallgebäude (Stattegger Straße 40) weist sehr schöne Stadelluken auf. Der Mühlkanal ist an der Südfront dieses Gebäude durch eine kleine Brücke überspannt, und vereinigt sich dann wieder mit dem Andritzbach. | ||
Noch heute präsentiert sich der Komplex von Wohnhaus, Mühle und Wirtschaftsgebäude in einem hervorragenden Erhaltungszustand. | |||
|Bildname1=Stattegger_Straße_44,_Rielmühle_Gesamt.JPG | |Bildname1=Stattegger_Straße_44,_Rielmühle_Gesamt.JPG | ||
|Bildbeschreibung1=Herrenhaus, Mühle und Stall | |Bildbeschreibung1=Herrenhaus, Mühle und Stall | ||
Aktuelle Version vom 19. September 2026, 16:48 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8045
47° 6' 56.45" N, 15° 25' 21.07" E
"Rielmühle"
Urkundlich zutreffender ist der am 27. März 1363 stattgefundene Verkauf von ainn hoff vnd ain mül gelegen zu Endercz durch Nicla Niclas sun auz der Sparerstrazz (es war der bekannte Krämer, genannt "Magerkraut") an den Verweser Hertelein von Teuffenpach. Von 1542 datiert eine weitere Nennung. Die Riedkarte zum Franziszeischen Kataster von 1820 zeigt beim Herrenhaus einen Holzbau, was nicht stimmen kann. Das Wohnhaus ist ein vierachsiger, dreigeschossiger Schopfwalmgiebelbau. Sein Baukern ist spätgotisch, das Haus weist mehrere kreuzgrat- und stichkappengewölbte Räume auf. Im 2. Viertel des 17. Jh. erfolgte ein Umbau, vermutlich durch Peter Reicher. Die Fassade stammt aus dem 2. Viertel des 19. Jh. und ist durch ein Gitterwerk und durch ein Floriani-Fresko zwischen der ersten und zweiten Achse des Obergeschosses geschmückt. Das Mühlengebäude am Andritzbach birgt zum Teil noch Original-Einrichtungen, Nebenräume werden als "Kunst-Mühle" von Frau Häusler genutzt. Das nach einer Mitteilung von Frau Renate Riel 1862 erbaute Stallgebäude (Stattegger Straße 40) weist sehr schöne Stadelluken auf. Der Mühlkanal ist an der Südfront dieses Gebäude durch eine kleine Brücke überspannt, und vereinigt sich dann wieder mit dem Andritzbach.
Noch heute präsentiert sich der Komplex von Wohnhaus, Mühle und Wirtschaftsgebäude in einem hervorragenden Erhaltungszustand.
Kommentare
Eine Unterschutzstellung wäre daher dem Bundesdenkmalamt dringend nahe zu legen.
Laukhardt 22:52, 20. Sep. 2011 (CEST)
Nach unserer Urgenz erhalten wir am 15.7.2020 das folgende erfreuliche Schreiben des Bundesdenkmalamtes: … vorab darf ich Ihnen um Ihr Interesse um die Belange des Denkmalschutzes danken. Zu Ihrer Anregung, die Riel-Mühle unter Denkmalschutz zu stellen wird mitgeteilt, dass das Prüfverfahren nach wie vor im Laufen ist, aber in Kürze nun doch zum Abschluss gebracht werden soll.
Laukhardt (Diskussion) 11:06, 16. Jul. 2020 (CEST)