Volksgartenstraße 11 (Graz): Unterschied zwischen den Versionen

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|Bauwerk=Gebäude
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|Textabschnittstitel=Ehem. Kaffeehauspavillon
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|Textabschnitt=Der ehemalige Kaffeehauspavillon stammt aus dem Jahr 1875.
|Textabschnitt=1875 kommt es in Zusammenhang mit der Eröffnung des Volksgartens (erste Pläne 1872, siehe Abb.) zur Errichtung eines „Kiosks für die Verabreichung von Erfrischungen" und dessen Verpachtung an Frau Anna Kanzian. Zwei Jahre später wird die Erfrischungshalle auf das Grundstück Strauchergasse 8 erweitert und an den Brauereibesitzer Max Kober aus Göss verpachtet. Dieser errichtet einen Zubau für Dienstpersonal, lässt Gas einleiten und vor dem Gebäude Kandelaber aufstellen. In den folgenden Jahren wird der Kiosk von mehreren Subpächtern mit teilweise mäßigem wirtschaftlichem Erfolg betrieben. Dennoch wird in dieser Zeit die Veranda des Pavillons mit einem Holzfußboden und zwei eisernen Öfen versehen, um auch einen Winterbetrieb zu ermöglichen.
Einer zusätzlichen Verwendung führt den Bau 1883 der Subpächter (und spätere Hauptpächter) Georg Höbart zu: er macht ihn durch eine nordseitige Vergrößerung um eine Veranda auch als Musikpavillon nutzbar. In weiterer Folge von ihm beantragte Änderungsarbeiten lehnte der Gemeinderat wegen zu hoher Kosten ab. Erst 1909 bekommt der Cafetier Karl Auer mehrere Um- und Zubauarbeiten für die Abhaltung von Kabarettvorstellungen im „Cafe Volksgarten" bewilligt. 1925 wurde der Pavillon zum Kino umgestaltet.
Letzte größere Umbauarbeiten am Pavillon — nach einer vorübergehenden Installierung eines Schulkinos und Verwendung als Städtisches Jugendheim — erfolgen im Jahre 1950 durch den Ausbau der bis dahin offenen Veranda. Durch Ausmauerung ihres Fachwerkes und Aufführung eines Kamins sollte sie beheizbar gemacht werden.
Mit diesem Ausbau hat der Pavillon — von untergeordneten Änderungen abgesehen — sein heutiges Bauvolumen und Erscheinungsbild erreicht. Zur Zeit dient der Bau der SPO Lend als Beratungs- und Kommunikations
zentrum.
(Nach Kompacher, Volksgarten und Augarten, BlfHk 1990).
|Bildname1=Volksgarten, Pavillon.JPG
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|Bildbeschreibung1=Ansicht vom Park (BDA)
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|Aufnahmejahr1=2002
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|Bildbeschreibung2=Volksgartenbereich im Franzisz. Kataster
|Aufnahmejahr2=1829
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|Bildbeschreibung3=Plan für Kiosk im Norden
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[[Kategorie:Schutz-Kataster Lend]]
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Aktuelle Version vom 10. November 2024, 20:27 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8020

Route:Gries Industriezone


Route:Gries Industriezone

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47° 4' 21.43" N, 15° 25' 43.25" E


Ehem. Kaffeehauspavillon

1875 kommt es in Zusammenhang mit der Eröffnung des Volksgartens (erste Pläne 1872, siehe Abb.) zur Errichtung eines „Kiosks für die Verabreichung von Erfrischungen" und dessen Verpachtung an Frau Anna Kanzian. Zwei Jahre später wird die Erfrischungshalle auf das Grundstück Strauchergasse 8 erweitert und an den Brauereibesitzer Max Kober aus Göss verpachtet. Dieser errichtet einen Zubau für Dienstpersonal, lässt Gas einleiten und vor dem Gebäude Kandelaber aufstellen. In den folgenden Jahren wird der Kiosk von mehreren Subpächtern mit teilweise mäßigem wirtschaftlichem Erfolg betrieben. Dennoch wird in dieser Zeit die Veranda des Pavillons mit einem Holzfußboden und zwei eisernen Öfen versehen, um auch einen Winterbetrieb zu ermöglichen.

Einer zusätzlichen Verwendung führt den Bau 1883 der Subpächter (und spätere Hauptpächter) Georg Höbart zu: er macht ihn durch eine nordseitige Vergrößerung um eine Veranda auch als Musikpavillon nutzbar. In weiterer Folge von ihm beantragte Änderungsarbeiten lehnte der Gemeinderat wegen zu hoher Kosten ab. Erst 1909 bekommt der Cafetier Karl Auer mehrere Um- und Zubauarbeiten für die Abhaltung von Kabarettvorstellungen im „Cafe Volksgarten" bewilligt. 1925 wurde der Pavillon zum Kino umgestaltet. Letzte größere Umbauarbeiten am Pavillon — nach einer vorübergehenden Installierung eines Schulkinos und Verwendung als Städtisches Jugendheim — erfolgen im Jahre 1950 durch den Ausbau der bis dahin offenen Veranda. Durch Ausmauerung ihres Fachwerkes und Aufführung eines Kamins sollte sie beheizbar gemacht werden. Mit diesem Ausbau hat der Pavillon — von untergeordneten Änderungen abgesehen — sein heutiges Bauvolumen und Erscheinungsbild erreicht. Zur Zeit dient der Bau der SPO Lend als Beratungs- und Kommunikations zentrum.

(Nach Kompacher, Volksgarten und Augarten, BlfHk 1990).

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