Körösistraße 92: Unterschied zwischen den Versionen

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|Straße=Körösistraße
Datei:Wienerstraße 31.JPG| Fassade (Foto Laukhardt 2011)
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|Stadtbezirk=Geidorf
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|Ort=Graz
|Denkmalschutz=Ja
|Bundesland=Steiermark
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|Textabschnittstitel=Ehem. Rottal-Mühle
|Textabschnitt=Pittoreske mehrgeschossige Anlage mit zwei Schopfwalmgiebeln nach Süden und Westen. Ab 1800 diverse Umbauten. Leider beschädigtes Fassadenfresko Hl. Dreifaltigkeit, hl. Florian, 1. Hälfte 19. Jh. Besitzgeschichte: Schon 1606 wird eine „Eybeswalderischen Mühl“ genannt. 1669 ging sie an Maria Isabella von Eibiswald über, die mit Hanns Christof Freiherrn von Rottal vermählt war. 1668 wurde sie an die Landschaft veräußert, wenig später übernahmen die mit den Rottalern verschwägerten Freiherren von Prank und die mit ihnen versippten Steinbeiß den Mühlenbetrieb.  Im 18. Jahrhundert hieß sie gewöhnlich die obere Prankermühle oder zweite Steinbeißmühle zum Unterschied von der "Haubtmühle", die man untere Prankerische Mühle oder zweite Steinbeißmühle nannte. Der letzte Besitzer beider Mühlen war Graf Ferdinand Josef von Prank, der tief verschuldet war und die Mühlen verfallen ließ. Aus seiner Konkursmasse erwarb 1765 das Altere Bäckermühl-Consortium beide Mühlen, die es noch heute besitzt. Die Rottalmühle wurde 1905 außer Betrieb gesetzt. Seit der Auflassung des Mühlgangs in den 1970er Jahren erinnert sie als einziges Objekt an die frühere Bedeutung der Wasserkraft für die Anfänge der Industrialisierung.


=="Ehem. Rottal-Mühle"==
(Aus: Popelka II; Pirchegger, Häuserbuch Ost; Steiner, Mühlgänge; DEHIO Graz)
 
|Bildname1=Körösistraße_92,_Rottalmühle_von_Süden,_1930.JPG
Zweigeschossiges Schopfwalmgiebelhaus mit neunachsiger glatter Fassade und dreiachsigem Mittelrisalit. Das Haus wurd 1748 erstmals erwähnt und 1811 durch M. Kogler wieder umgestaltet. Das steingerahmte Korbbogenportal zeigt am Keilstein die Jahreszahl "1811". Gekehltes Dachgesims, Walmdach mit Dachhäuschen, die in letzter Zeit erneuert wurden.
|Bildbeschreibung1=Die Rottalmühle von Süden 1930 (Foto Steiner)
 
|Bildname2=Körösistraße_92,_Rottalmühle_alt.jpg
(Aus: DEHIO Graz; Pirchegger, Häuserbuch Ost)
|Bildbeschreibung2=Nordansicht mit Fresko (Sammlung Laukhardt)
 
|Bildname3=Körösistraße_92,_Rottalmühle_-_Kopie.JPG
''Kommentar: Dieses schöne Bürgerhaus ist nicht denkmalgeschützt und liegt auch nicht in einer Altstadt-Schuttzzone. In der von vielen Abbrüchen gezeichneten Wiener Straße bietet es dem Auge eine wohltuende Abwechslung. Den Besitzern ist für den gepflegten Erhaltungszustand großer Dank auszusprechen. Das Gebäude sollte unbedingt erhalten werden und hätte Denkmalschutz verdient.''
|Bildbeschreibung3=Das ehemalige Mühlengebäude (Laukhardt 2011)
 
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[[Kategorie:Schutz-Kataster Lend]][[Kategorie:Wiener Straße]][[Kategorie:Adresse]]
[[Kategorie:Schutz-Kataster Geidorf]][[Kategorie:Körösistraße]][[Kategorie:Aktuell (Graz)]][[Kategorie:Denkmalschutz ab 2011]]{{References}}
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Aktuelle Version vom 6. März 2024, 23:07 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8010



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47° 5' 6.00" N, 15° 25' 47.24" E


Ehem. Rottal-Mühle

Pittoreske mehrgeschossige Anlage mit zwei Schopfwalmgiebeln nach Süden und Westen. Ab 1800 diverse Umbauten. Leider beschädigtes Fassadenfresko Hl. Dreifaltigkeit, hl. Florian, 1. Hälfte 19. Jh. Besitzgeschichte: Schon 1606 wird eine „Eybeswalderischen Mühl“ genannt. 1669 ging sie an Maria Isabella von Eibiswald über, die mit Hanns Christof Freiherrn von Rottal vermählt war. 1668 wurde sie an die Landschaft veräußert, wenig später übernahmen die mit den Rottalern verschwägerten Freiherren von Prank und die mit ihnen versippten Steinbeiß den Mühlenbetrieb. Im 18. Jahrhundert hieß sie gewöhnlich die obere Prankermühle oder zweite Steinbeißmühle zum Unterschied von der "Haubtmühle", die man untere Prankerische Mühle oder zweite Steinbeißmühle nannte. Der letzte Besitzer beider Mühlen war Graf Ferdinand Josef von Prank, der tief verschuldet war und die Mühlen verfallen ließ. Aus seiner Konkursmasse erwarb 1765 das Altere Bäckermühl-Consortium beide Mühlen, die es noch heute besitzt. Die Rottalmühle wurde 1905 außer Betrieb gesetzt. Seit der Auflassung des Mühlgangs in den 1970er Jahren erinnert sie als einziges Objekt an die frühere Bedeutung der Wasserkraft für die Anfänge der Industrialisierung. (Aus: Popelka II; Pirchegger, Häuserbuch Ost; Steiner, Mühlgänge; DEHIO Graz)

Kommentare

Dieses - mit der Kienreich'schen Papiermühle in der Körösistraße 38 und der ehem. Nagelschmiede in der Körösistraße 59 - letzte Beispiel der Industrie, die die Wasserkraft des linksseitigen Mühlgangs nützte, ist nicht denkmalgeschützt und liegt auch nicht in einer Altstadt-Schuttzzone. Wenn sein Äußeres auch durch moderne Anbauten gestört ist, die derzeitige Färbelung unpassend erscheint, und die ehemaligen Fassadenfresken nicht mehr sichtbar sind, sollte das Gebäude unbedingt erhalten werden und hätte Denkmalschutz verdient. Da nun Umbauabsichten bekannt geworden sind, wurde das Denkmalamt gebeten, eine Unterschutzstellung zu prüfen.

Laukhardt (Diskussion) 15:01, 4. Nov. 2014 (CET)

Erfreulicherweise hat das BDA das alte Mühlengebäude 2016 unter Denkmalschutz gestellt.

Einzelnachweise

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