Beethovenstraße 6: Unterschied zwischen den Versionen
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|Textabschnittstitel=Universitätsgebäude | |Textabschnittstitel=Universitätsgebäude, einst Garten der Villa Benedek. | ||
|Textabschnitt=Fünfgeschossiges Institutsgebäude der Karl-Franzen-Universität Graz, 1969 nach den Plänen von Hermann Worschitz gemeinsam mit den Trakten Nr. 6a und Nr. 8 als ein Baukomplex über H-förmigem Grundriss errichtet. Die analog gestalteten Haupttrakte (Nr.6 und Nr.8) werden von einem zweigeschossigen Verbindungsbau miteinander verbunden und umgrenzen so eine kleine Grünfläche mit zwei Kunstobjekten aus der Bauzeit. | |Textabschnitt=Fünfgeschossiges Institutsgebäude der Karl-Franzen-Universität Graz, 1975-79 1969 nach den Plänen von Hermann Worschitz gemeinsam mit den Trakten Nr. 6a und Nr. 8 als ein Baukomplex über H-förmigem Grundriss errichtet. Die analog gestalteten Haupttrakte (Nr.6 und Nr.8) werden von einem zweigeschossigen Verbindungsbau miteinander verbunden und umgrenzen so eine kleine Grünfläche mit zwei Kunstobjekten aus der Bauzeit. | ||
Hier stand einst die Villa Benedek, für den Feldzeugmeister | Hier stand einst die Villa Benedek, für den glücklosen Feldzeugmeister Ludwig von Benedek (1804-1881), der sich nach der Niederlage gegen Preußen bei Königgrätz 1866) nach Graz zurückgezogen hatte. Die Villa wurde 1869 von Jakob Bullmann für die Feldzeugmeistersgattin Julie Freifrau von Benedek errichtet; dem abgedankten Feldherrn versüßte ein kleines privates Glück seine „letzten Tage“ noch etwas, denn seine Gattin machte in der Lotterie einen Haupttreffer, mit dem das Ehepaar sein kleines Haus abreißen und die Villa in der Beethovenstraße bauen konnten. Lang bevor die in einem schönen Garten liegende Villa 1965 abgetragen wurde, bewohnte sie in den 1950er Jahren auch der Italienische Konsul in Graz, Dott. Ballovich, dessen Sohn uns in der 1. Klasse der Elisabeth-Volksschule mit seinem Lesetalent verblüffte. | ||
1813 war ein Teil des Grundstückes im Besitz des Grazer Advocaten Dr. Bonaventura Konstantin Hödl gewesen, der bekanntlich ab 1820 den Schloßberg verschönerte. Lt. Hanns Löschnigg (Grazer Leben und Kunst in den Biedermeiertagen, Graz 1921) hat er in diesem Garten (den Löschnigg allerdings an einer völlig anderen Stelle vermutete) einen kolossalen Obelisken aus Holz, mit einer Stiege im Innern, erbaut, von dessen Höhe man über die Dächer der anderen Häuser eine prächtige Aussicht genossen habe. | |||
|Bildname1=Beets006_1.jpg | |Bildname1=Beets006_1.jpg | ||
|Bildbeschreibung1=(Foto AGIS - 2002) | |Bildbeschreibung1=(Foto AGIS - 2002) | ||
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|Bildname3=Beethovenstraße 6a bzw. 8, Villa Benedek.JPG | |Bildname3=Beethovenstraße 6a bzw. 8, Villa Benedek.JPG | ||
|Bildbeschreibung3=Kapelle der Villa Benedek (Slg. Kubinzky) | |Bildbeschreibung3=Kapelle der Villa Benedek (Slg. Kubinzky) | ||
|Aufnahmejahr3= | |Aufnahmejahr3=1960 | ||
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Aktuelle Version vom 24. Dezember 2024, 12:32 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8010
47° 4' 31.69" N, 15° 27' 1.73" E
Universitätsgebäude, einst Garten der Villa Benedek.
Hier stand einst die Villa Benedek, für den glücklosen Feldzeugmeister Ludwig von Benedek (1804-1881), der sich nach der Niederlage gegen Preußen bei Königgrätz 1866) nach Graz zurückgezogen hatte. Die Villa wurde 1869 von Jakob Bullmann für die Feldzeugmeistersgattin Julie Freifrau von Benedek errichtet; dem abgedankten Feldherrn versüßte ein kleines privates Glück seine „letzten Tage“ noch etwas, denn seine Gattin machte in der Lotterie einen Haupttreffer, mit dem das Ehepaar sein kleines Haus abreißen und die Villa in der Beethovenstraße bauen konnten. Lang bevor die in einem schönen Garten liegende Villa 1965 abgetragen wurde, bewohnte sie in den 1950er Jahren auch der Italienische Konsul in Graz, Dott. Ballovich, dessen Sohn uns in der 1. Klasse der Elisabeth-Volksschule mit seinem Lesetalent verblüffte.
1813 war ein Teil des Grundstückes im Besitz des Grazer Advocaten Dr. Bonaventura Konstantin Hödl gewesen, der bekanntlich ab 1820 den Schloßberg verschönerte. Lt. Hanns Löschnigg (Grazer Leben und Kunst in den Biedermeiertagen, Graz 1921) hat er in diesem Garten (den Löschnigg allerdings an einer völlig anderen Stelle vermutete) einen kolossalen Obelisken aus Holz, mit einer Stiege im Innern, erbaut, von dessen Höhe man über die Dächer der anderen Häuser eine prächtige Aussicht genossen habe.