Orpheumgasse 16: Unterschied zwischen den Versionen
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|Straße=Orpheumgasse | |||
|Hausnummer=16 | |||
|Stadtbezirk=Lend | |||
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Dreigeschossiges, achtachsiges ehemaliges Gebäude der Stadtmühle aus 1880 mit kolossaler Pilastergliederung in den Obergeschossen, genuteten Ecklisenen und geraden Verdachungen im ersten Obergeschoss. Nach Stillegung des Mühlenbetriebes ab etwa 1930 | |geschichtlichBesondersInteressant=Sonstiges | ||
|Bauwerk=Gebäude | |||
|Textabschnittstitel=Stadtmühle (ehem. untere Eggenberger Mühle, Ziegelmühle, Hofmühle, Lichteneggermühle) | |||
|Textabschnitt=Dreigeschossiges, achtachsiges ehemaliges Gebäude der Stadtmühle aus 1880 mit kolossaler Pilastergliederung in den Obergeschossen, genuteten Ecklisenen und geraden Verdachungen im ersten Obergeschoss. | |||
Stadtmühle des jüngeren Bäckerkonsortiums, früher „untere Eggenberger Mühle“ (die "obere" war die Marienmühle, Mühlgasse 61). 1529 verkaufte W. v. EGGENBERG dem Grazer Bürger G. STÜRCKH zwei gemauerte und mit Ziegeln gedeckte Mühlen – daher die Ziegelmühle genannt – gelegen zwischen des W. v. WEISSENEGG-HOF und der Vorstadt, dem A. v. STUBENBERG 10 Pfund Grundrecht dienend, ferner eine Wiese am Mühlgang. Beide Mühlen und das Mühlhaus auf einem Plane 1629 am linken Mühlgangufer eingezeichnet (lsch. Archiv A., direkte Steuern I, Grundsteuer, strittige Gülten). Vgl. den Stich von Trost um 1700. 1754 Joh. J. LENDLMAYER †. Am 1. Jänner 1755 kaufte der Brauer J. RUSTERHOLZER beide Mühlen, die untere Hofmühle um 8.000 fl., die obere um 9.000 fl. Vor 1785 A. LIECHTENEGGER, noch 1870. 1900 und 1936 JÜNGERES BÄCKER- UND MÜHLKONSORTIUM. | |||
Nach Stillegung des Mühlenbetriebes ab etwa 1930 Lager für ein Möbelhaus, 1999 Umbau zu einem Wohngebäude unter Freilegung der fünfgeschossigen Holzkonstruktion. | |||
Im Hof befindet sich ein zweigeschossiges Gebäude über hackenförmigem Grundriss, laut Inschrift im Keilstein des Korbbogen-Steintorrahmens um 1783 erbaut. Im Erdgeschoss flachbogige Fenster mit klassizistischen Schmiedeisengittern. | Im Hof befindet sich ein zweigeschossiges Gebäude über hackenförmigem Grundriss, laut Inschrift im Keilstein des Korbbogen-Steintorrahmens um 1783 erbaut. Im Erdgeschoss flachbogige Fenster mit klassizistischen Schmiedeisengittern. | ||
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Der 1846 erfolge Durchbruch der Annenstraße als Verbindung zum neuen "Südbahnhof" ließ die Stadtmühle (im Franziszeischen Kataster von 1829 die Bauparzelle Nr. 40) unberührt, wie aus der Skizze zu ersehen ist. Die Situation ist noch heute gut nachvollziehbar. | |||
|Bildname1=Orphg016.jpg | |||
|Bildbeschreibung1=(Foto AGIS) | |||
|Aufnahmejahr1=2002 | |||
|Bildname2=Graz orpheumgasse 16 hinteransicht 2015.jpg | |||
|Bildbeschreibung2=Hinterseite | |||
|Aufnahmejahr2=2015 | |||
|Bildname3=FK_Mühlgang_Seitzergasse_1829.jpg | |||
|Bildbeschreibung3=Situation 1829 und 1846 | |||
|Aufnahmejahr3=2024 | |||
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{{References}}[[Kategorie:Schutz-Kataster Lend]][[Kategorie:Industrie]] | |||
{{Denkmalschutz}} | |||
{{Discussion}} | |||
Aktuelle Version vom 10. November 2024, 12:40 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8020
Route:Gries Industriezone, Route:Südtirolerplatz bis Lendplatz (Graz)
47° 4' 19.09" N, 15° 25' 45.95" E
Stadtmühle (ehem. untere Eggenberger Mühle, Ziegelmühle, Hofmühle, Lichteneggermühle)
Stadtmühle des jüngeren Bäckerkonsortiums, früher „untere Eggenberger Mühle“ (die "obere" war die Marienmühle, Mühlgasse 61). 1529 verkaufte W. v. EGGENBERG dem Grazer Bürger G. STÜRCKH zwei gemauerte und mit Ziegeln gedeckte Mühlen – daher die Ziegelmühle genannt – gelegen zwischen des W. v. WEISSENEGG-HOF und der Vorstadt, dem A. v. STUBENBERG 10 Pfund Grundrecht dienend, ferner eine Wiese am Mühlgang. Beide Mühlen und das Mühlhaus auf einem Plane 1629 am linken Mühlgangufer eingezeichnet (lsch. Archiv A., direkte Steuern I, Grundsteuer, strittige Gülten). Vgl. den Stich von Trost um 1700. 1754 Joh. J. LENDLMAYER †. Am 1. Jänner 1755 kaufte der Brauer J. RUSTERHOLZER beide Mühlen, die untere Hofmühle um 8.000 fl., die obere um 9.000 fl. Vor 1785 A. LIECHTENEGGER, noch 1870. 1900 und 1936 JÜNGERES BÄCKER- UND MÜHLKONSORTIUM.
Nach Stillegung des Mühlenbetriebes ab etwa 1930 Lager für ein Möbelhaus, 1999 Umbau zu einem Wohngebäude unter Freilegung der fünfgeschossigen Holzkonstruktion.
Im Hof befindet sich ein zweigeschossiges Gebäude über hackenförmigem Grundriss, laut Inschrift im Keilstein des Korbbogen-Steintorrahmens um 1783 erbaut. Im Erdgeschoss flachbogige Fenster mit klassizistischen Schmiedeisengittern.
Der 1846 erfolge Durchbruch der Annenstraße als Verbindung zum neuen "Südbahnhof" ließ die Stadtmühle (im Franziszeischen Kataster von 1829 die Bauparzelle Nr. 40) unberührt, wie aus der Skizze zu ersehen ist. Die Situation ist noch heute gut nachvollziehbar.