Körösistraße 36: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Baugeschichte

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{{Adresse
Datei:Körösistraße 36.JPG| Das Grätzl an der Ecke Langegasse (Foto Laukhardt 2010)
|Straße=Körösistraße
Datei:Koros036.jpg |Körösistubn (AGIS 2005)
|Hausnummer=36
</gallery>
|Stadtbezirk=Geidorf
|PLZ=8010
|Ort=Graz
|Zone=Zone 3
|Denkmalschutz=Nein
|Bundesland=Steiermark
|Land=Österreich
|aktuellerStatus=Aktuell
|Language=de
}}
{{Karte
|Koordinaten=47.080580910782, 15.43300151825
}}
{{TextBilder
|Textabschnittstitel=Ehemalige Körösistubn
|Textabschnitt=Der noch bestehende Gebäudekomplex an der Ecke Körösistraße - Lange Gasse ist geprägt von den alten und eingeschossigen Vorstadthäusern, die - nach der Auflassung des kaiserlichen Tiergartens im 17. Jh. bzw. des Festungsvorgeländes im letzten Viertel des 18. Jhs. - allmählich hier entstanden sind. Zwischen 1785 und 1798 wurden die Häuser Körösistraße Nr. 6, 8, 10, 16, 24, 26, 28, 30, 32, 34 u. 36 erbaut, sie waren 1798 und 1803 der Gült Laimburg (auch Tiergartengült genannt; lt. Friedl, Schloss-Tiergarten 466 war der Gutshof damals das Gasthaus „Wassertrinker“, Körösistraße 10) untertan. Hier lebten die Menschen, die in dieser gewerblich ausgerichteten Vorstadt Arbeit fanden, so in der denkmalgeschützten und vor einigen Jahren vorbildlich sanierten Papiermühle Kienreich (Körösistraße 38).


=="Körösistubn"==
Im Gastgarten der Körösistubn steht überdies ein uralter Weinstock, ein Naturdenkmal, das 2007 bescheidmäßig festgelegt wurde.
|Bildname1=Körösistraße_36,_Ansicht_von_oben.JPG
|Bildbeschreibung1=Das Grätzl an der Ecke (Laukhardt)
|Aufnahmejahr1=2010
|Bildname2=Koros036.jpg
|Bildbeschreibung2=Körösistubn (Foto AGIS)
|Aufnahmejahr2=2005
|Bildname3=Körösistraße 36, Körösistube, Projekt.JPG
|Bildbeschreibung3=Geplantes Bauprojekt
|Aufnahmejahr3=2013
|Bildname4=Körösistraße_36,_Baumodell.JPG
|Bildbeschreibung4=Modell: alt links, neu rechts
|Aufnahmejahr4=2011
|Bildname5=Körösistraße_36,_Frau_Krobath.JPG
|Bildbeschreibung5=Frau Krobath: das Gasthaus soll weiterleben!
|Bildname6=Körösistraße 36, Idylle.JPG
|Bildbeschreibung6=Gastgarten-Idylle.
|Aufnahmejahr6=2013
|Bildname7=Körösistraße_36,_Weinstock.JPG
|Bildbeschreibung7=Der geschützte Weinstock.
|Aufnahmejahr7=2013
|Bildname8=Körösistraße 36, Falter.JPG
|Bildbeschreibung8=Auch ein Stammgast!
|Aufnahmejahr8=2013
|Bildname9=Körösistraße 36, Abbruch.JPG
|Bildbeschreibung9=Das Ende: Abbruch.
|Aufnahmejahr9=Weihnachten 2014
|Bildname10=Körösistraße 36, Gartenrest.JPG
|Bildbeschreibung10=Bleibt der Gastgarten?
|Aufnahmejahr10=Weihnachten 2014
}}
{{TextBilder
|FertiggestelltWann=2016
|Textabschnittstitel=Geschützter Weinstock
|Textabschnitt=Im Juni zeigt sich der Erfolg der Bürgeraktionen der vergangenen Jahre. Zwar ist das kleine Gasthaus unnötigerweise abgerissen worden (es wäre noch Platz dafür gewesen), aber der unter Naturschutz stehende Weinstock wurde gerettet. Jetzt warten wir auf eine sinnvolle Nutzung des kleinen grünen Platzerls.
|Bildname1=Weinstock a.JPG
|Bildbeschreibung1=Die Weinlaube - gerettet
|Aufnahmejahr1=2016
|Bildname2=Graz Körösistraße 36 2017.jpg
|Bildbeschreibung2=Umgesetztes Projekt
|Aufnahmejahr2=2017
|Bildname3=Die Laube im Herbst 2017.jpg
|Bildbeschreibung3=Die beiden Weinstöcke im Herbst 2017
|Aufnahmejahr3=2017
|Bildname4=Die Laube im Sommer 2017.JPG
|Bildbeschreibung4=Unterhalb der Weinlaube. Der Zaun wurde entfernt.
|Aufnahmejahr4=2017
}}
[[Kategorie:Schutz-Kataster Geidorf]][[Kategorie: seit 2010 abgerissene Gebäude (Graz)]]


Dreiachsiger Hof in L-Form aus dem späten 17. Jh., zur Keplerstraße zweiachsige Schopfwalmgiebelfront, Anbau der ersten Hälfte des 18. Jhs. Die Fassade schmucklos, der stichkappengewölbte Keller auf Pfeilern jedoch noch aus dem 17. Jh. erhalten.
{{References}}
 
{{Denkmalschutz}}
Hinter dem Herrenhaus befand sich ein großer Freigarten, der den Land- ständen untertan war (die Ansicht von Andreas Trost, Graz von Osten 1699, zeigt einen großen Gartenpavillon). 1663 war er im Besitz der Stürckh und der Gräfin Saurau. Baronin F. Schwizen vermachte die Gründe dem Stifte St. Lambrecht; der Miterbe Landrat A. Stuppan v. Ehrenstein errichtete mit acht Untertanen die sogenannte Schwizengült(siehe Josefigasse 73). 
{{Discussion}}
(Nach ÖKT 1984)
 
Die Josefigasse hieß im 18. Jh. „Lange Gasse hinter dem Lendplatz“, darauf Johannesgasse; der Name dürfte von der Johannes-Nepomuk-Kapelle stammen, die sich bis 1882 neben der Toreinfahrt zum Haus Nr. 47 befunden hatte (siehe die Federzeichnung).
 
''Kommentar: Auch wenn das pittoreske Bild des 19. Jhs. heute nicht mehr erkennbar ist, sollte der Erhaltung des heute als Gasthaus genutzten Gebäudes größeres Augenmerk zugewendet werden. Es ist derzeit nicht denk- malgeschützt und liegt auch nicht in einer Altstadt-Schutzzone. Als einer der letzten erhaltenen Gülthöfe des 17. Jhdts. sollte raschest eine Unterschutzstellung durch das Denkmalamt eingeleitet werden.''
 
[[Kategorie:Schutz-Kataster Lend]][[Kategorie:Josefigasse]][[Kategorie:Adresse]]

Aktuelle Version vom 28. Mai 2024, 21:23 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8010



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47° 4' 50.09" N, 15° 25' 58.81" E


Ehemalige Körösistubn

Der noch bestehende Gebäudekomplex an der Ecke Körösistraße - Lange Gasse ist geprägt von den alten und eingeschossigen Vorstadthäusern, die - nach der Auflassung des kaiserlichen Tiergartens im 17. Jh. bzw. des Festungsvorgeländes im letzten Viertel des 18. Jhs. - allmählich hier entstanden sind. Zwischen 1785 und 1798 wurden die Häuser Körösistraße Nr. 6, 8, 10, 16, 24, 26, 28, 30, 32, 34 u. 36 erbaut, sie waren 1798 und 1803 der Gült Laimburg (auch Tiergartengült genannt; lt. Friedl, Schloss-Tiergarten 466 war der Gutshof damals das Gasthaus „Wassertrinker“, Körösistraße 10) untertan. Hier lebten die Menschen, die in dieser gewerblich ausgerichteten Vorstadt Arbeit fanden, so in der denkmalgeschützten und vor einigen Jahren vorbildlich sanierten Papiermühle Kienreich (Körösistraße 38). Im Gastgarten der Körösistubn steht überdies ein uralter Weinstock, ein Naturdenkmal, das 2007 bescheidmäßig festgelegt wurde.

Geschützter Weinstock

Im Juni zeigt sich der Erfolg der Bürgeraktionen der vergangenen Jahre. Zwar ist das kleine Gasthaus unnötigerweise abgerissen worden (es wäre noch Platz dafür gewesen), aber der unter Naturschutz stehende Weinstock wurde gerettet. Jetzt warten wir auf eine sinnvolle Nutzung des kleinen grünen Platzerls.



Kommentare

Auch wenn sich die Gebäude in diesem "Grätzl" nicht mehr in tadellosem Zustand befinden, so hätten sie doch als typisches Vorstadtsviertel unbedingt erhalten werden müssen. Bei der Festlegung der Grenzen der GAEG-Schutzzone III wurde hier der oben genannt Charakter und seine sozialgeschichtliche Bedeutung erkannt. Leider hat die ASVK im Zuge des Bebauungsplan-Verfahrens 2010 in einem Gutachten die Bauten als "Fremdkörper" bezeichnet und ihrem Abbruch zugestimmt. Inzwischen streben rundum unmaßstäbliche Neubauten in die Höhe. Die vielen Liebhaber der "Körösistuben" hoffen aber, dass es gelingt, wenigstens das Gasthaus mit dem unter Naturschutz stehenden Weinstock zu erhalten. Es wäre eine Oase in einer immer fremder werdenden Gegend und könnte weiter ein Treffpunkt der Geidorfer bleiben.

Eine Woche vor Weihnachten 2014 begann nun der Abbruch der letzten alten Häuser an der Ecke (Langegasse 47, Körösistraße 34, einschließlich des Gebäudes der "Körösistubn", Körösistraße 36. Jetzt wird sich zeigen, ob die Versprechungen eingelöst werden und der Weinstock als Teil einer künftigen Grünanlage oder eines Gastgarten erhalten bleibt. Laukhardt (Diskussion) 20:30, 19. Dez. 2014 (CET)

Tatsächlich, es ist wahr geworden: Der alte Weinstock wurde mitsamt der Laube und dem Rest der Einfriedung erhalten und ergibt jetzt ein schönes grünes Plätzchen mitten in der Betonlandschaft.

Laukhardt (Diskussion) 13:35, 20. Jun. 2016 (CEST)

Einzelnachweise