Sackstraße 14: Unterschied zwischen den Versionen

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|Textabschnittstitel=Kellerspergisches Stadthaus
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|Textabschnitt=Ehem. Palaisbau mit qualitätsvoller barocker Stuckfassade (Johann Georg Stengg). Um 1730 nach dem Erwerb des auch schon 1596 erwähnten Nachbarhauses der Barone von Galler durch Vereinigung und Umbau unter Baron Bernhard von Kellersperg entstanden, was sich im Inneren noch in Niveauunterschieden, außen durch zwei Toreinfahrten (die südliche zum Verkaufsraum gestaltet) zeigt.  
|Textabschnitt=Ehem. Palaisbau mit qualitätsvoller barocker Stuckfassade (Johann Georg Stengg). Um 1730 nach dem Erwerb des auch schon 1596 erwähnten Nachbarhauses der Barone von Galler durch Vereinigung und Umbau unter Baron Bernhard von Kellersperg entstanden, was sich im Inneren noch in Niveauunterschieden, außen durch zwei Toreinfahrten mit Maskarons von ca. 1630 zeigt; die südliche ist zum Verkaufsraum gestaltet.  


An der Rückseite um drei Höfe gruppierte Flügelbauten, die im Kern aus dem 15./16. Jh. stammen und im 17. und 18.Jh. mit Arkaden und beidseitigen hölzernen Balkongängen mit gebauchten, schmiedeeisernen Geländern umgebaut wurden. An der Westseite des nördlichen Hofgebäudes stützen in zwei Geschoßen je drei toskanische Säulen zwei Bögen, im Erdgeschoß sind die Stützen vermauert.  
An der Rückseite um drei Höfe gruppierte Flügelbauten, die im Kern aus dem 15./16. Jh. stammen (die Nordwand teilw. mit Bruchsteinmauerwerk), und um 1630 mit Arkaden, um 1730 dann mit beidseitigen hölzernen Balkongängen mit gebauchten, schmiedeeisernen Geländern ergänzt wurden. An der Westseite des nördlichen Hofgebäudes stützen in zwei Geschoßen je drei toskanische Säulen zwei Bögen, im Erdgeschoß ein vermauerter Pfeiler. In der Mitte einer schmalen Reiche zwischen den beiden Hofgebäuden (darüber verläuft einer der "Pawlatschen-Gänge") ist vermutlich als Rest eines Arkadenganges eine toskanische Säule erhalten.  


Im Mittelhaus ist ein Raum mit spätgotischem Fächergewölbe erhalten. In der Mitte einer schmalen Reiche zwischen den beiden Hofgebäuden (darüber verläuft einer der "Pawlatschen-Gänge") ist vermutlich als Rest eines Arkadenganges eine toskanische Säule erhalten.  
Im Mittelhaus ist ein Raum mit spätgotischem Fächergewölbe erhalten.  


1962/63 wurde der hölzerne Geschäftsvorbau südlich der Nordeinfahrt entfernt, gleichzeitig  die Überhangbögen und das Südtor freigelegt. Die danach gebauten Vitrinen wurden nach 200o ebenfalls entfernt, so dass sich diese Front in ursprünglicher Form zeigt.
1962/63 wurde der hölzerne Geschäftsvorbau südlich der Nordeinfahrt entfernt, gleichzeitig  die Überhangbögen und das Südtor freigelegt. Die danach gebauten Vitrinen wurden nach 200o ebenfalls entfernt, so dass sich diese Front in ursprünglicher Form zeigt.

Version vom 14. Januar 2024, 17:30 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8010



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47° 4' 20.21" N, 15° 26' 14.06" E


Kellerspergisches Stadthaus

Ehem. Palaisbau mit qualitätsvoller barocker Stuckfassade (Johann Georg Stengg). Um 1730 nach dem Erwerb des auch schon 1596 erwähnten Nachbarhauses der Barone von Galler durch Vereinigung und Umbau unter Baron Bernhard von Kellersperg entstanden, was sich im Inneren noch in Niveauunterschieden, außen durch zwei Toreinfahrten mit Maskarons von ca. 1630 zeigt; die südliche ist zum Verkaufsraum gestaltet.

An der Rückseite um drei Höfe gruppierte Flügelbauten, die im Kern aus dem 15./16. Jh. stammen (die Nordwand teilw. mit Bruchsteinmauerwerk), und um 1630 mit Arkaden, um 1730 dann mit beidseitigen hölzernen Balkongängen mit gebauchten, schmiedeeisernen Geländern ergänzt wurden. An der Westseite des nördlichen Hofgebäudes stützen in zwei Geschoßen je drei toskanische Säulen zwei Bögen, im Erdgeschoß ein vermauerter Pfeiler. In der Mitte einer schmalen Reiche zwischen den beiden Hofgebäuden (darüber verläuft einer der "Pawlatschen-Gänge") ist vermutlich als Rest eines Arkadenganges eine toskanische Säule erhalten.

Im Mittelhaus ist ein Raum mit spätgotischem Fächergewölbe erhalten.

1962/63 wurde der hölzerne Geschäftsvorbau südlich der Nordeinfahrt entfernt, gleichzeitig die Überhangbögen und das Südtor freigelegt. Die danach gebauten Vitrinen wurden nach 200o ebenfalls entfernt, so dass sich diese Front in ursprünglicher Form zeigt.

Das Stiegenhaus führt in getrennten Läufen in beide Häuser; im 1. OG eine klassizistische Eingangstür, im 2. OG eine mit geheimem Schlosseingriff. Im südlich anschließenden Hof sind Überhänge erhalten, deren Stützen bei der Sanierung ab dem Jahr 2000 teilweise entfernt wurden.

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