Mariatroster Straße 163: Unterschied zwischen den Versionen

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St. Johann hat keine weit zurückgehende Geschichte zu erzählen wie etwas das benachbarte Schloss St. Josef, kann aber doch auf wechselvolle Epochen verweisen.  
St. Johann hat keine weit zurückgehende Geschichte zu erzählen wie etwas das benachbarte Schloss St. Josef, kann aber doch auf wechselvolle Epochen verweisen.  
Der 2015 durch einen gediegenen Dachausbau öffentlich bekannt gewordene Bau stammt zwar aus der Mitte des 19. Jhs (1850/55), aber ein Vorgängerbau ist schon auf der Riedkarte des Franzizeischen Katasters von 1825/29 zu sehen.
Der 2015 durch einen gediegenen Dachausbau öffentlich bekannt gewordene Bau stammt zwar aus der Mitte des 19. Jhs (1850/55), aber ein Vorgängerbau ist schon auf der Riedkarte des Franzizeischen Katasters von 1825/29 zu sehen.
Das  tief unten an der Straße stehende Gasthaus [[Mariatroster Straße 181]] soll auch zum Schloss gehört haben, noch 1909 wird es als Gastwirtschaft und Meierei St. Johann bezeichnet. Friedrich (Fritz) Ritter von Jenny hatte am 7. Juli 1886 diese Realität gekauft.


Die "Neue musikalische Presse: Zeitschrift für Musik, Theater, ..." schrieb 1898:
Die "Neue musikalische Presse: Zeitschrift für Musik, Theater, ..." schrieb 1898:

Version vom 29. August 2021, 21:13 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8044



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47° 5' 59.75" N, 15° 28' 5.27" E


Schloss St. Johann

Oberhalb des Mariatroster Tales blickt ein großer Bau über das Land: das Schloss St. Johann mit seiner bemerkenswert gut erhaltene Bausubstanz. Der Blick des von Westen Ankommenden auf die mit Steinvasen geschmücke Freitreppe ist eindrucksvoll, die anderen Hausfronten sind in schönem Biedermeier-Stil erhalten. Das Schloss umgibt ein großer Park - der sogar in einem Buch über historische Gärten Österreichs erwähnt wird - mit einem unter Naturschutz stehenden Mammutbaum; neben diesem führt ein Fußweg hinunter zu einer Stichstraße der Mariatroster Straße.

St. Johann hat keine weit zurückgehende Geschichte zu erzählen wie etwas das benachbarte Schloss St. Josef, kann aber doch auf wechselvolle Epochen verweisen. Der 2015 durch einen gediegenen Dachausbau öffentlich bekannt gewordene Bau stammt zwar aus der Mitte des 19. Jhs (1850/55), aber ein Vorgängerbau ist schon auf der Riedkarte des Franzizeischen Katasters von 1825/29 zu sehen.

Das tief unten an der Straße stehende Gasthaus Mariatroster Straße 181 soll auch zum Schloss gehört haben, noch 1909 wird es als Gastwirtschaft und Meierei St. Johann bezeichnet. Friedrich (Fritz) Ritter von Jenny hatte am 7. Juli 1886 diese Realität gekauft.

Die "Neue musikalische Presse: Zeitschrift für Musik, Theater, ..." schrieb 1898: Frau Friedrich-Materna verlässt Ende dieses Monats Wien und übersiedelt in das von ihr angekaufte Schloss St. Johann bei Graz. Die Künstlerin wird dort fortfahren ... ... 1902 fängerin , mußte vor wenigen Tagen auf ihrem sonst so stillen Schloß St. Johann bei Graz eine recht eigentümliche Gesellschaft empfangen , das heißt , sie verzichtete darauf , als Herrin des Walkürenschlosses die Honneurs des Hauses zu ....

Das Schloss St. Johann hatte die Eigentümerfamilien Neugebauer und Langhammer, es war nach 1938 auch eine Einrichtung der NS-Verwaltung. Der Bau eines Luftschutzstollens bei der Straßenbahnhaltestelle St. Johann wurde zwar begonnen, aber nicht fertiggestellt. Er sollte besonders der Belegschaft des Kriegsdienstmaidenlagers VI (Schloß St. Johann) in Kroisbach Schutz vor den Bomben bieten. …. Es gab in Kroisbach ein Maidenlger und eine Gauschule (Schloß St. Johann, damals „Dorothea Zeiringer“).

Im Schloß St. Johann wurde 1949 ein Heim für sozial benachteiligt Mädchen eingerichtet. Da die Anlage des Heimes dort nichtg zweckmäßig war, kaufte das Land Steiermark den Blümelhof in der Nähe von Mariatrost an. Das Schloss wurde nun im Landeseigentum für Wohnungen genutzt.

Das Schloss St. Johann steht zwar nicht unter Denkmalschutz, wurde aber 1993 dennoch unter Beobachtung des Denkmalamtes einer Generalsanierung unterzogen, die Fenstertausch, Putzergänzungen, Färbelungskonzepte und Trockenlegungsmaßnahmen beinhalteten. Einige der Wohnungen wurden an Private verkauft.

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