Diskussion:Rechbauerstraße 63a (Graz): Unterschied zwischen den Versionen

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Unsere Anfrage bei Architekt Eugen Gross, dessen Initialen "verdächtig" erschienen, erbrachte durch seine richtige Vermutung die Klärung des vermutlichen Künstlers: Es handelt sich mit großer Sicherheit um Godwin Ekhart (als Künstler: Eghart, geboren 1932 in Kalwang, gestorben 1995 in Wien), der an der Kunstgewerbeschule am Ortweinplatz bei Rudolf Szyskowitz und dann bei Oskar Kokoschka und Albert Paris-Gütersloh studierte. Mit Franz Felfer und anderen gehörte er zu den Mitbegründern von Günter Waldorfs "Junger Gruppe" gehörte, einer Abspaltung der Grazer Sezession. Dass Ekhart auch mit Sgraffiti-Arbeiten hervortrat, beweist sein 1958 geschaffenes "Ornament" am Haus Untere Augartenstraße 39 in Wien. In den 1960er Jahren übersiedelte er nach Rom, weshalb der Wikipedia-Eintrag auch nur auf Italienisch verfügbar ist. Zuletzt waren Werke von ihm 1976 in einer von Wilfried Skreiner Ausstellung der Neuen Galerie in Graz zu sehen. Ob auch die Wandmalereien im Inneren des Gebäudes von Ekhart stammen, muss erst geprüft werden. Durch diese neuen Erkenntnisse, dass wir es hier mit dem einzigen Werk eines Grazer Künstlers im öffentlichen Raum zu tun haben, wird eine Anregung zur erneuten Unterschutzstellung wohl Chancen haben!
Unsere Anfrage bei Architekt Eugen Gross, dessen Initialen "verdächtig" erschienen, erbrachte durch seine richtige Vermutung die Klärung des vermutlichen Künstlers: Es handelt sich mit großer Sicherheit um Godwin Ekhart (als Künstler: Eghart, geboren 1932 in Kalwang, gestorben 1995 in Wien), der an der Kunstgewerbeschule am Ortweinplatz bei Rudolf Szyskowitz und dann bei Oskar Kokoschka und Albert Paris-Gütersloh studierte. Mit Franz Felfer und anderen gehörte er zu den Mitbegründern von Günter Waldorfs "Junger Gruppe" gehörte, einer Abspaltung der Grazer Sezession. Dass Ekhart auch mit Sgraffiti-Arbeiten hervortrat, beweist sein 1958 geschaffenes "Ornament" am Haus Untere Augartenstraße 39 in Wien. In den 1960er Jahren übersiedelte er nach Rom, weshalb der Wikipedia-Eintrag auch nur auf Italienisch verfügbar ist. Zuletzt waren Werke von ihm 1976 in einer von Wilfried Skreiner Ausstellung der Neuen Galerie in Graz zu sehen.  
Astrid Wentner von der Stadtbaudirektion hat in der Chronik des "Kistl" recherchiert (http://www.kistl-theater.at/kistl-theater-graz-geschichte/] und klarstellen können, dass Frau Prof. Kienleitner, die 1990 von der Idee eines Theaters erfuhr, die Wände des Zuschauerraums mit raffinierten Figuren im Stile der „commedia dell’arte“ bemalt hatte.
Durch diese neuen Erkenntnisse, dass wir es hier mit Werken bedeutender Grazer Künstlers im öffentlichen Raum zu tun haben, wird eine Anregung zur erneuten Unterschutzstellung wohl Chancen haben! Denkmalamt und ASVK werden umgehend informiert.
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Version vom 15. Oktober 2015, 13:41 Uhr

Im Juli 2015 wird (durch die Ausweisung eines Durchgangs im Entwurf des Flächenwidmungsplanes) bekannt, dass ein Immobilienentwickler das kleine Kultur-Etablissement abreißen und hier eine Wohnanlage bauen will. Das Gebiet liegt zwar in der Schutzzone III, aber die ASVK wird wohl keine Anstrengungen zur Rettung des Objektes unternehmen. Deshalb wird von Anrainern und SOKO Altstadt gefordert, dass hier ein Bebauungsplan erstellt wird, dem ein Wettbewerb vorangehen sollte, der die Neubauten in das alte Ensemble integriert. Auch das Bundesdankmalamt wurde ersucht, eine Unterschutzstellung zu prüfen. Laukhardt (Diskussion) 21:32, 9. Jul. 2015 (CEST) Auf Anfrage erhielt SOKO Altstadt nun freundlicherweise von ASVK und Denkmalamt ausführliche Antworten. Danach sind die ab den 1870er Jahren errichteten Bauten der Wagenfabrik des Gustav Koller als bedeutende Gewerbebauten aus ASVK-Sicht sehr wohl schützenswert, die ehemalige Garage, in dem sich der kleine Theatersaal befindet, aber nicht. Das Denkmalamt erklärte, dass der seinerzeitige Schutz (das Areal war in Landesbesitz) 2008 aufgehoben wurde, und eine erneute Unterschutzstellung nicht mehr in Frage kommt. Jetzt versuchen wir noch herauszufinden, wer als Schöpfer der Sgraffiti in Frage kommt. Laukhardt (Diskussion) 19:43, 13. Okt. 2015 (CEST)

Unsere Anfrage bei Architekt Eugen Gross, dessen Initialen "verdächtig" erschienen, erbrachte durch seine richtige Vermutung die Klärung des vermutlichen Künstlers: Es handelt sich mit großer Sicherheit um Godwin Ekhart (als Künstler: Eghart, geboren 1932 in Kalwang, gestorben 1995 in Wien), der an der Kunstgewerbeschule am Ortweinplatz bei Rudolf Szyskowitz und dann bei Oskar Kokoschka und Albert Paris-Gütersloh studierte. Mit Franz Felfer und anderen gehörte er zu den Mitbegründern von Günter Waldorfs "Junger Gruppe" gehörte, einer Abspaltung der Grazer Sezession. Dass Ekhart auch mit Sgraffiti-Arbeiten hervortrat, beweist sein 1958 geschaffenes "Ornament" am Haus Untere Augartenstraße 39 in Wien. In den 1960er Jahren übersiedelte er nach Rom, weshalb der Wikipedia-Eintrag auch nur auf Italienisch verfügbar ist. Zuletzt waren Werke von ihm 1976 in einer von Wilfried Skreiner Ausstellung der Neuen Galerie in Graz zu sehen. Astrid Wentner von der Stadtbaudirektion hat in der Chronik des "Kistl" recherchiert (http://www.kistl-theater.at/kistl-theater-graz-geschichte/] und klarstellen können, dass Frau Prof. Kienleitner, die 1990 von der Idee eines Theaters erfuhr, die Wände des Zuschauerraums mit raffinierten Figuren im Stile der „commedia dell’arte“ bemalt hatte. Durch diese neuen Erkenntnisse, dass wir es hier mit Werken bedeutender Grazer Künstlers im öffentlichen Raum zu tun haben, wird eine Anregung zur erneuten Unterschutzstellung wohl Chancen haben! Denkmalamt und ASVK werden umgehend informiert. Laukhardt (Diskussion) 14:20, 15. Okt. 2015 (CEST)

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