Glacisstraße 63: Unterschied zwischen den Versionen

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Datei:glacs063.jpg|(Foto AGIS - 2002)
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Datei: FK,_Holzplatz.jpg| Salpeterfabrik und Holzplatz 1829
Datei: FK,_Holzplatz.jpg| Salpeterfabrik und Holzplatz 1829
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Frühklassizistisches Wohnhaus, 1801 von Maurermeister Paul Kelz für Johann Michel Geyer als Herrenhaus der 1795 gegründeten Salpeterfabrik, "Geyer'sche Saliterey", errichtet. Die frühklassizistische Fassade wird von einem Mittelrisalit betont, wobei die Portalachse durch seitliche Pilaster, Frontispiz und dem korbbogigen Steinportalrahmen mit Datierung "1801" besonders hervorgehoben wird. Bemerkenswert ist auch die plastische Gestaltung der Kranzgesims-Konsolen mit Masken und der Fenstersturzfelder mit Stuckzier.
Frühklassizistisches Wohnhaus, 1801 von Maurermeister Paul Kelz für Johann Michel Geyer als Herrenhaus der 1795 gegründeten Salpeterfabrik, "Geyer'sche Saliterey", errichtet. Die frühklassizistische Fassade wird von einem Mittelrisalit betont, wobei die Portalachse durch seitliche Pilaster, Frontispiz und dem korbbogigen Steinportalrahmen mit Datierung "1801" besonders hervorgehoben wird. Bemerkenswert ist auch die plastische Gestaltung der Kranzgesims-Konsolen mit Masken und der Fenstersturzfelder mit Stuckzier.


""Gasthaus „Eschenlaube“""
``"Gasthaus „Eschenlaube“``


Diese Gebäude wurde 1795 von Jakob KNOLL als nördlicher von zwei Hoftrakten der Salpeterfabrik  Geyer errichtet. Ursprünglich als Wohnhaus erbaut, wurde es nach der Gestaltung des Herrenhauses 1801 zum Hofgebäude umgestaltet. Die zweistufige Giebelkonstruktion mit rundem Abschluss ist ein schönes Beispiel des Klassizismus in Graz. Die Hofmauer an der Straße weist noch Gitteröffnungen der ursprünglichen Fabriksanlage auf.  
Diese Gebäude wurde 1795 von Jakob KNOLL als nördlicher von zwei Hoftrakten der Salpeterfabrik  Geyer errichtet. Ursprünglich als Wohnhaus erbaut, wurde es nach der Gestaltung des Herrenhauses 1801 zum Hofgebäude umgestaltet. Die zweistufige Giebelkonstruktion mit rundem Abschluss ist ein schönes Beispiel des Klassizismus in Graz. Die Hofmauer an der Straße weist noch Gitteröffnungen der ursprünglichen Fabriksanlage auf.  
Am  Juni 1809 beschoss von hier aus ein französische Geschütz den Schloßberg und beschädigte das östliche Ziffernblatt des Uhrturms. Die Kanoniere ließen es aber wegen der Gefahr, die ein Gegenfeuer ausgerichtet hätte, bei diesem einen Schuss.
1830 wurde die Fabrik verlegt und das Gelände parzelliert; die Gebäude blieben aber erhalten.


Am  Juni 1809 beschoss von hier aus ein französische Geschütz den Schloßberg und beschädigte das östliche Ziffernblatt des Uhrturms. Die Kanoniere ließen es aber wegen der Gefahr, die ein Gegenfeuer ausgerichtet hätte, bei diesem einen Schuss.


(Nach: Laukhardt, Graz 1809; ÖKT 2013)
(Nach: Laukhardt, Graz 1809; ÖKT 2013)


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Version vom 30. Januar 2014, 14:51 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8010



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47° 4' 10.41" N, 15° 26' 50.45" E


Frühklassizistisches Wohnhaus, 1801 von Maurermeister Paul Kelz für Johann Michel Geyer als Herrenhaus der 1795 gegründeten Salpeterfabrik, "Geyer'sche Saliterey", errichtet. Die frühklassizistische Fassade wird von einem Mittelrisalit betont, wobei die Portalachse durch seitliche Pilaster, Frontispiz und dem korbbogigen Steinportalrahmen mit Datierung "1801" besonders hervorgehoben wird. Bemerkenswert ist auch die plastische Gestaltung der Kranzgesims-Konsolen mit Masken und der Fenstersturzfelder mit Stuckzier.

``"Gasthaus „Eschenlaube“``

Diese Gebäude wurde 1795 von Jakob KNOLL als nördlicher von zwei Hoftrakten der Salpeterfabrik Geyer errichtet. Ursprünglich als Wohnhaus erbaut, wurde es nach der Gestaltung des Herrenhauses 1801 zum Hofgebäude umgestaltet. Die zweistufige Giebelkonstruktion mit rundem Abschluss ist ein schönes Beispiel des Klassizismus in Graz. Die Hofmauer an der Straße weist noch Gitteröffnungen der ursprünglichen Fabriksanlage auf. Am Juni 1809 beschoss von hier aus ein französische Geschütz den Schloßberg und beschädigte das östliche Ziffernblatt des Uhrturms. Die Kanoniere ließen es aber wegen der Gefahr, die ein Gegenfeuer ausgerichtet hätte, bei diesem einen Schuss. 1830 wurde die Fabrik verlegt und das Gelände parzelliert; die Gebäude blieben aber erhalten.


(Nach: Laukhardt, Graz 1809; ÖKT 2013)

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