Weinzödl 37: Unterschied zwischen den Versionen
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Dieses vom Jungfernsprung gut sichtbare Ensemble ist das Kernstück des ehemaligen Weinbauerndorfes Weinzödl. | Dieses vom Jungfernsprung gut sichtbare Ensemble ist das Kernstück des ehemaligen Weinbauerndorfes Weinzödl. Noch 1829 wird hier ein Hof mit dem Vulgonamen "Weinzerl" genannt, daraus lässt sich beweisen, dass der Dorfname ursprünglich für eine Ansammlung von Winzern (Weinzierl) stand. Als 1147 der Besitz von Stift Rein auf das obersteirische Kloster St. Lambrecht übergeht, heißt es in der Urkunde ''duo predia ad Winzurle''. | ||
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Version vom 23. Juli 2013, 14:14 Uhr
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Dorfkern von Weinzödl
Im Zentrum des Dorfes Weinzödl steht gegenüber dem Kraftwerk an einer Straßengabelung eine Wegkapelle, lt. Inschrift 1864 erbaut, ein Rechteckbau mit Apsis, Dreiecksgiebel und einem Glocken-Giebelreiter; der schlichte Altaraufbau ist spätbarock-klassizistisch, die am Boden stehenden Figuren der Maria und des Johannes Evangelist entstammen dem 4. Viertel des 18. Jahrhunderts, beiderseits der Altarnische Wandfresken, vermutlich aus der Erbauungszeit. Die denkmalgeschützte Kapelle ist wahrscheinlich die Nachfolgerin eines Kreuzes, das hier - knapp vor den gefährlichen Katarakten des Murdurchbruches - den Schutz der auf dem Floß Reisenden gewährleisten sollte, wie Kyselak 1825 dramatisch schilderte. Fritz Popelka nennt es 1935: Nicolaikreuz bey dem Weinzedlfach.
Gegenüber der Kapelle das eher unscheinbare Haus Nr. 36, daneben auf Nr. 37 ein auffälliger zweigeschossiger Bauernhof mit Schopfwalmgiebel, wohl aus dem 18. Jahrhundert, heute mit modernisierten Fenstern, ansonsten mit provisorisch wirkendem Fassadenputz. Vielleicht bestand hier das Wirtshaus des Alois Pirker „zur Kapelle“.
(Nach: Hans von der Sann, Andritz; DEHIO 1979)
Dieses vom Jungfernsprung gut sichtbare Ensemble ist das Kernstück des ehemaligen Weinbauerndorfes Weinzödl. Noch 1829 wird hier ein Hof mit dem Vulgonamen "Weinzerl" genannt, daraus lässt sich beweisen, dass der Dorfname ursprünglich für eine Ansammlung von Winzern (Weinzierl) stand. Als 1147 der Besitz von Stift Rein auf das obersteirische Kloster St. Lambrecht übergeht, heißt es in der Urkunde duo predia ad Winzurle.