Panoramagasse 95: Unterschied zwischen den Versionen
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Datei: Panoramagasse_95,_Grätz_1825.JPG|Grätz vom Panoramahof 1825 (E. Gurk) | Datei: Panoramagasse_95,_Grätz_1825.JPG|Grätz vom Panoramahof 1825 (E. Gurk) | ||
Datei: Panoramagasse_95,_Front_1860.JPG|Der Hof um 1860 | |||
Datei: Panoramagasse_95,_Garten_1860.JPG|Der Garten um 1860 | |||
Datei: Panoramagasse_95,_Garten.JPG|Panoramanof von der Gartenseite (M. E. Fossel) | Datei: Panoramagasse_95,_Garten.JPG|Panoramanof von der Gartenseite (M. E. Fossel) | ||
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Version vom 27. März 2013, 18:34 Uhr
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Panoramahof
Bis 1631 lag hier ein Weingarten der Herrschaft Windischgrätz (seit 1630 der Eggenberger), dann kaufte ihn der Grundspekulant J. Wuckhowitz, 1638 fiel der Besitz an die Minoriten. 1651 finden wir als Besitzer - auch des angrenzenden Hubertus-Schlössl, heute Nr. 85, den Grazer Bürger Johann Baptist Degregori. Es folgen viele Besitzer. 1810 richtete hier der Theaterdirektor Josef von Zambiasi, der auch unter dem Namen Bellomo bekannt wurde, die Gastwirtschaft „Panoramahof" einrichtete, angeblich der beliebteste Erholungsort der Grätzer, wie wir in dem Aquarell von 1825 bestätigt sehen. Bellomo, der aus einem einfachen Weingartenhaus mit Wirtschaftsgebäude einen öffentlichen Ort gemacht hatte, musste aber schon 1827 Konkurs anmelden. Mit seiner Gastfamilie Pachler war danach im September 1827 auch Franz Schubert hier und man hat noch lange die Stelle gezeigt, wo er damals ausgeruht haben soll. 1828 erscheint von Joseph Hoffbauer "Heimathliebe eines Steiermärkers. Eine Sammlung vaterländischer Dichtungen" mit dem Gedicht "Frühlingsmorgen vom Panoramahof bei Graz". 1832 erwarb der Grazer Advokat Dr. Karl Pachler schließlich das Gut für seinen Sohn Faust um 2.500 Gulden Conventionsmünze. Nach dessen Tod 1891 blieb die Witwe Johanna noch zehn Jahre im Besitz des Panoramahofes, und vererbte ihn dann an ihre Nichte. Welchem Bauherrn und Architekten das zinnengekrönte Schlösschen im romantischen Tudor-Stil am zweithöchsten Punkt des Rosenhains gelegen, seine heutige Gestalt verdankt, ist mir nicht bekannt.
(Nach: Luschin, Einiges vom Rosenberg, 1925)
Kommentare
Laukhardt 16:22, 16. Jun. 2013 (CEST)
Erfreulicherweise wurde 2015 mit der Restaurierung der Fassade begonnen.