Kehlbergstraße 84: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Dorfteil "In der Kell" hat sich | Im Dorfteil "In der Kell" hat sich dieses alte Herrenhaus erhalten. Es wurde 1665 von Hermann Christoph von Galnstein erbaut, in den Jahren 1962/63 aber durch Um- und Zubauten verändert; dabei wurde die ursprüngliche Einrichtung, u.a. eine Rauchstube, ein Kachelofen aus der Spätrenaissance, Butzenscheibenfenster, entfernt. Im Obergeschoß ist aber noch eine profilierte Holzbalkendecke erhalten, zumn bemerkenswerten Mobilar zählt ein Prunkbett mit gemalten mythologischen Darstellungen (Venus beklagt den toten Adonis), und einem Wappen der Galnstein aus dem 3. Viertel des 17. Jahrhunderts. | ||
Der hakenförmige zweigeschossige Baukörper trägt ein steiles chopfwalmgiebeldach, das durch drei Schleppgaupen genutzt wird. Die glatte Fassade zeigt zur Straße hin ein kleines Kruzifix. Das Rundbogen-Steintor wird von einem erneuertes Wappen der Galnstein, bezeichnet mit Initialen des Bauherrn und datiert "H.C.V.G 1665", in den Zwickeln durch reliefierte Ranken geziert. | |||
Im Osten des Hauses ein kleiner hölzerner Pavillon. | |||
(Nach: DEHIO Graz; Literatur: Zoë VON REININGHAUS-KARAJAN, Der Pfalzgraf Hörmann Christoph von Galnstein zum Sternfels und sein Herrenhaus bei St. Martin; In: BlfHK 18, 1940) | |||
Version vom 30. August 2011, 19:23 Uhr
47° 1' 57.77" N, 15° 23' 4.43" E
Ansitz Galnstein
Im Dorfteil "In der Kell" hat sich dieses alte Herrenhaus erhalten. Es wurde 1665 von Hermann Christoph von Galnstein erbaut, in den Jahren 1962/63 aber durch Um- und Zubauten verändert; dabei wurde die ursprüngliche Einrichtung, u.a. eine Rauchstube, ein Kachelofen aus der Spätrenaissance, Butzenscheibenfenster, entfernt. Im Obergeschoß ist aber noch eine profilierte Holzbalkendecke erhalten, zumn bemerkenswerten Mobilar zählt ein Prunkbett mit gemalten mythologischen Darstellungen (Venus beklagt den toten Adonis), und einem Wappen der Galnstein aus dem 3. Viertel des 17. Jahrhunderts.
Der hakenförmige zweigeschossige Baukörper trägt ein steiles chopfwalmgiebeldach, das durch drei Schleppgaupen genutzt wird. Die glatte Fassade zeigt zur Straße hin ein kleines Kruzifix. Das Rundbogen-Steintor wird von einem erneuertes Wappen der Galnstein, bezeichnet mit Initialen des Bauherrn und datiert "H.C.V.G 1665", in den Zwickeln durch reliefierte Ranken geziert. Im Osten des Hauses ein kleiner hölzerner Pavillon.
(Nach: DEHIO Graz; Literatur: Zoë VON REININGHAUS-KARAJAN, Der Pfalzgraf Hörmann Christoph von Galnstein zum Sternfels und sein Herrenhaus bei St. Martin; In: BlfHK 18, 1940)
Kommentar: Nur mehr wenige Bauten sind im ehemaligen Weinbauerndörfl Kehlberg, das "Grazer Grinzing", noch unverdorben erhaltenen. Der Erhaltung dieses Winzerhauses müsste durch eine Ausweitung der Zone "St. Martin" größere Aufmerksamkeit geschenkt werden.