Triester Straße 25: Unterschied zwischen den Versionen
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Das zweigeschossige, nahezu quadratische Herrenhaus mit jeweils drei bzw. vier Achsen und einem Walmdach mit Dachgiebelhäuschen, sowie einem an der Westseite vorspringenden Risaliten stammt aus dem Spätbarock. Über dem von Süden aus über einen Stiegenaufgang mit gemauertem Vordach und einfachem Schmiedeeisengitter zugänglichen Korbbogen-Steinportal zeigt der Keilstein die Inschrift: No. 266 und die Jahreszahl 1786. Die Fassade nur mehr Reste der ehemaligen Plattenstilfassade, vor den Fenstern befinden sich ebenfalls einfache Schmiedeeisengitter mit Ringen. Der Flur ist kreuzgratgewölbt, der Stiegenaufgang zeigt spätbarocke Schmiedeeisengitter, geteilt in ovale Felder mit Ringen und Voluten. Im Obergeschoß einfache Stuckplafonds mit geschwungenen Spiegelfeldern. | |||
Zeugt schon die baukünstlerische Beschreibung von der Bedeutung des Gebäudes, so tut ein Blick auf seine Geschichte noch das Ihrige dazu: | |||
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Datei: | Datei:Triester_Straße_25,_Stiege.JPG|Stiegenhaus (Foto Laukhardt 2011) | ||
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Version vom 23. August 2011, 21:08 Uhr
47° 3' 24.06" N, 15° 25' 47.64" E
"Weißes Haus"
Das zweigeschossige, nahezu quadratische Herrenhaus mit jeweils drei bzw. vier Achsen und einem Walmdach mit Dachgiebelhäuschen, sowie einem an der Westseite vorspringenden Risaliten stammt aus dem Spätbarock. Über dem von Süden aus über einen Stiegenaufgang mit gemauertem Vordach und einfachem Schmiedeeisengitter zugänglichen Korbbogen-Steinportal zeigt der Keilstein die Inschrift: No. 266 und die Jahreszahl 1786. Die Fassade nur mehr Reste der ehemaligen Plattenstilfassade, vor den Fenstern befinden sich ebenfalls einfache Schmiedeeisengitter mit Ringen. Der Flur ist kreuzgratgewölbt, der Stiegenaufgang zeigt spätbarocke Schmiedeeisengitter, geteilt in ovale Felder mit Ringen und Voluten. Im Obergeschoß einfache Stuckplafonds mit geschwungenen Spiegelfeldern. Zeugt schon die baukünstlerische Beschreibung von der Bedeutung des Gebäudes, so tut ein Blick auf seine Geschichte noch das Ihrige dazu:
Kommentar: Das ursprünglich denkmalgeschützte Haus, das in Graz Industriegeschichte geschrieben hatte, wurde im Februar 2011 abgerissen. Der anschließende Betrieb, ein weltweit operierendes Unternehmen, machte wirtschaftliche (!) Gründe geltend und erreichte die Aufhebung des Denkmalschutzes. Der denkmalgeschützte Bildstock steht nun vereinsamt in einer industriellen Brachlandschaft. Ein abschreckendes Beispiel, wie fehlender Wille zur Stadtgestaltung das Erscheinungsbild eines ganzen Viertels zerstören kann.